Lexikon
statịstische Physịk
Teilgebiet der theoretischen Physik; beschäftigt sich mit der Behandlung einer sehr großen Zahl gleicher physikalischer Objekte, z. B. der Moleküle in einem Gas, mit Mitteln der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik. Die statistische Physik interessiert sich nicht für die Bewegung jedes einzelnen Teilchens, sondern nur für ihr mittleres Verhalten, z. B. die mittlere Geschwindigkeit. Sie sucht die makroskopischen Eigenschaften und Wirkungen abzuleiten, die eine Gesamtheit mikroskopischer Teilchen hervorruft, befasst sich also z. B. mit der Zurückführung der Begriffe und Gesetze der Wärmelehre auf mechanische Vorgänge und Gesetze. – Bei der klassischen oder Boltzmann-Statistik legt man die klassische Mechanik zugrunde. In der Quantenstatistik geht man von den quantenmechanischen Bewegungsgesetzen für das Verhalten mikroskopischer Teilchen aus. Für hohe Temperaturen und nicht zu große Dichten gehen die quantenstatistischen Gesetze in die der klassischen statistischen Physik über. Bei niedrigen Temperaturen werden experimentell Abweichungen von der klassischen statistischen Physik beobachtet (Gasentartung). Nach der Quantentheorie sind zwei Elektronen, zwei Moleküle u. Ä. grundsätzlich nicht streng unterscheidbar; bei naher Begegnung können sie sich gewissermaßen unkontrollierbar vertauschen. Bei der mathematischen Formulierung ist zu unterscheiden, ob die Teilchen dem Pauli-Prinzip unterworfen sind oder nicht. Dementsprechend gibt es zwei Quantenstatistiken: die Fermi-Dirac- und die Bose-Einstein-Statistik.
Wissenschaft
Mehr Elektroschrott durch Künstliche Intelligenz
Generative künstliche Intelligenz benötigt riesige Rechenzentren mit der neuesten Computertechnologie. Eine Studie hat nun quantifiziert, wie sich die Ausbreitung von KI auf die Menge des Elektroschrotts auswirkt. Demnach könnten bis 2030 bis zu fünf Millionen Tonnen Elektroschrott allein durch ausrangierte Geräte von KI-...
Wissenschaft
Dehnbarere Polymere dank Flaschenbürsten-Design
Seit fast 200 Jahren versuchen Forscher, Polymer-Materialien herzustellen, die sowohl dehnbar als auch robust sind. Nun haben Materialwissenschaftler ein neues Design und Herstellungsverfahren entwickelt, mit dem das erstmals möglich ist. Die neuartigen Polymere verzichten auf Quervernetzungen und ähneln in ihrer Form stattdessen...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Jagd auf gefährliche Drohnen
Falschen Tönen auf der Spur
Wie viel ist genug?
Endlich wieder sehen!
Der Ruf der Orcas
Die Gollums der Wissenschaft