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LEXIKON

Verdun

[vɛrˈdœ˜]
Verdun-sur-Meuse
Stadt und ehemalige Festung im französischen Département Meuse, in Lothringen, an der Maas, 19 300 Einwohner; romanische Kathedrale (11.13. Jahrhundert); Textil- und grafische Industrie.

Geschichte

In dem Vertrag von Verdun, geschlossen 843 zwischen den Söhnen Ludwigs des Frommen, Karl II., dem Kahlen, Ludwig dem Deutschen und Lothar I., zwangen die beiden ersten Lothar, den ihr Vater 817 zum Mitkaiser und Nachfolger hatte wählen und krönen lassen, zur Reichsteilung. Karl erhielt Westfranken, Ludwig Ostfranken, Lothar die Kaiserwürde und ein Mittelreich, ein Gebiet von Friesland bis zur Küste der Provence, dazu Italien.
Die Schlacht von Verdun im 1. Weltkrieg (Februar bis Dezember 1916) ging auf den Plan des deutschen Generalstabschefs E. von Falkenhayn zurück, durch einen Angriff auf die Festung Verdun der französischen Somme-Offensive zuvorzukommen und den Gegner durch Menschen- und Materialverluste zu schwächen. Die deutschen Truppen eroberten einige Außenstellungen, nicht aber die Festung selbst. Besonders hart umkämpft war das Fort Douaumont. Die Kämpfe waren äußerst verlustreich; nach Schätzungen fielen 360 000 Franzosen und 335 000 Deutsche. Da Falkenhayns „Ermattungsstrategie“ nicht die erhoffte Kriegsentscheidung an der Westfront brachte, wurde er im August 1916 als Generalstabschef durch Hindenburg abgelöst.
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