Lexikon
Wir haben Hitler engagiert
... Ich weiß zwar aus der Presse, dass sie die Forderung der Übertragung des Kanzlerpostens aufrechterhalten... Aber trotzdem bin ich der Ansicht, dass der Führer einer so großen nationalen Bewegung, deren Verdienst um Volk und Land ich trotz notwendiger Kritik stets anerkannt habe, sich dem augenblicklich verantwortlich führenden Staatsmann nicht zu einer Aussprache über die Lage und die zu fassenden Entschlüsse versagen sollte...
Am 4. 1. 1933 verhandelten beide Politiker im Hause des Kölner Bankiers Baron Kurt v. Schröder, der darüber berichtet:
Die Aussprache fand nur zwischen Hitler und Papen statt. ... Papen erzählte Hitler, dass es ihm als Bestes erschien, die Konservativen und die Nationalisten, welche ihn unterstützt hätten, mit den Nazis zusammenzutun und eine Regierung zu gründen. Er schlug vor, dass diese neue Regierung, wenn möglich, von Hitler und Papen in gleichberechtigter Weise geleitet werden soll. Dann hielt Hitler eine lange Rede, in welcher er sagte, dass, wenn er zum Kanzler gemacht würde, es für ihn notwendig sein würde, an der Spitze der Regierung zu stehen, aber dass die Anhänger Papens in seiner (Hitlers) Regierung als Minister eintreten könnten, wenn sie willens wären, mit ihm seinen Richtlinien entsprechend vorzugehe. Von Papen und Hitler erzielten ein prinzipielles Abkommen.
Nach der Übereinkunft triumphierte von Papen:
Wir haben ihn uns engagiert. ... Was wollen sie denn? Ich habe das Vertrauen Hindenburgs. In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass es quietscht...
Das Rätsel um den Ursprung
In der Evolutionslinie des modernen Menschen klaffen kolossale Lücken. Und weder der zeitliche Beginn ist gewiss noch die Herkunftsregion. von THORWALD EWE Jeder heute lebende Mensch ist der vorläufige Endpunkt einer langen Reihe von Vorfahren. Wo sich diese Ahnenreihen in ferner Vergangenheit treffen, müsste logischerweise...
Besser als ihr Ruf
Quallen haben ein mieses Image. Dabei sind sie für das Leben in den Ozeanen von großer Bedeutung. von TIM SCHRÖDER Eigentlich hatte Charlotte Havermans geplant, täglich mit der „Teisten“ – einem kleinen Forschungskutter mit Bordkran und Seilwinde – hinaus auf den Kongsfjord vor Spitzbergen zu fahren. Sie hatte schon einige Tage...