Lexikon
Zand
Herbert, österreichischer Schriftsteller, * 14. 11. 1923 Koppen, † 14. 7. 1970 Wien (Selbstmord); verfasste gesellschaftskritische Romane und Kriegsromane: „Letzte Ausfahrt“ 1953; „Der Weg nach Hassi el emel“ 1956; „Erben des Feuers“ 1961; auch Lyrik: „Die Glaskugel“ 1953.
- Erscheinungsjahr: 1961
- Veröffentlicht: Österreich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Erben des Feuers
- Genre: Roman
Herbert Zand (* 1923, † 1970), der mit den Romanen »Letzte Ausfahrt«, (1953) und »Der Weg nach Hassi el emel« (1955) die Verlorenheit des Einzelnen in der unmenschlichen Kriegsmaschinerie des Faschismus aus eigenem Erleben dichterisch gestaltet hat, ist einer der Ersten österreichischen Autoren der Generation der Zwanzig- und Dreißigjährigen, die die gesellschaftliche und politische Wirklichkeit Nachkriegs-Österreichs beschreiben. In dem in Salzburg erscheinenden Roman »Erben des Feuers«, seinem ersten Gegenwartsroman, stellt er die junge Wiener Generation dar als vor die Wahl gestellt, entweder ins Lager der kapitalistischen Geld- und Profitideologen überzuwechseln oder es mit denen zu halten, die die überlebte k.u.k. Monarchie noch immer verteidigen. In einer vom Streben nach Profit, von Prestigesucht und rücksichtslosem Egoismus geprägten Welt heißt Zands Lösung: Resignation und Distanziertheit.
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