Lexikon
Zentralafrikanische Republik
Wirtschaft und Verkehr
Infolge der Binnenlage und der jahrelangen Misswirtschaft, der mangelnden Infrastruktur und dem schlechten Ausbildungsstand der Arbeitskräfte, der politischen Instabilität und verbreiteter Korruption gehört die Zentralafrikanische Republik zu den extrem unterentwickelten Ländern Afrikas.
Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Land- und Forstwirtschaft, die aber den Landesbedarf an Nahrungsmitteln nicht decken kann. An Exportprodukten liefert der Agrarsektor Baumwolle, Kaffee und Tabak. Die Regenwälder, die durch unkontrollierten Raubbau bedroht sind, erbringen wertvolle Edelhölzer, die ebenso wie Diamanten, überwiegend illegal ausgeführt werden. Bisher kaum genutzt werden die Vorkommen an Gold, Uran, Eisenerz, Kupfer, Tonerde und Zink. Die Energieversorgung wird überwiegend durch Wasserkraft sichergestellt. Die industrielle Entwicklung steckt noch in den Anfängen und beschränkt sich vorwiegend auf Kleinbetriebe zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte.
Nur ein geringer Teil der Straßen ist ganzjährig befahrbar. Eine Eisenbahn existiert nicht. Vor allem der Ubangi mit seiner Verbindung zum Atlantikhafen Pointe-Noire (Republik Kongo) spielt für den Außenhandel eine bedeutende Rolle.
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