Lexikon

Zünder

in einfachen Fällen eine Sprengkapsel zur Zündung von Sprengladungen; die Kapsel selbst wird durch eine Zündschnur gezündet. Bei der Zündung mehrerer Schüsse in bestimmter Reihenfolge, oft auch in genau festgelegten Zeitabständen (z. B. im Bergbau), bedient man sich elektrischer Zünder, in denen ein Drahtstück durch Strom zum Glühen gebracht wird. Dadurch detoniert eine im Zünder selbst untergebrachte kleine Sprengladung, die den Sprengstoff zündet. Bei Feuerwaffen unterscheidet man Geschosszünder und Zünder für sonstige Sprengladungen. Zu den ersteren zählen Aufschlagzünder und Zeitzünder. Aufschlagzünder bestehen im Prinzip aus einem Schlagbolzen, der beim Abschuss des Geschosses frei wird und beim Aufschlag den Detonator zündet, der seinerseits die Sprengladung mit oder ohne (mechanische oder chemische) Verzögerung zur Detonation bringt. Der Doppelzünder ermöglicht, wahlweise einzustellen, ob das Geschoss nach bestimmter Zeit oder beim Aufschlag detonieren soll. Es gibt ferner magnetische Zünder, Bodenabstandszünder, Annäherungszünder, Sonderzünder, z. B. für Minen und Kernwaffen.
Elektrode
Wissenschaft

Knochen unter Strom

Die Heilung von Knochen lässt sich beschleunigen, wenn sie elektrisch gereizt werden. Dieser Methode wollen deutsche Forscher jetzt zum Durchbruch verhelfen, etwa für den Einsatz nach einer Tumor- oder Hüftoperation oder bei komplizierten Brüchen. von TIM SCHRÖDER Knochen ist elektrisch!“ Die Nachricht verbreitete sich 1957 unter...

Ranis, Zlatý kůň
Wissenschaft

Die Spuren der ersten modernen Menschen

Vor über 40.000 Jahren lebten moderne Menschen und Neandertaler Seite an Seite in Europa. DNA-Analysen ermöglichen es Forschern heute, Knochen auf verwandtschaftliche Verbindungen hin zu untersuchen. Eine Studie über die Funde im thüringischen Ranis und im tschechischen Zlatý kůň hat nun erstaunliche Ergebnisse geliefert. von...

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