Lexikon
Zypern
Wechselnde Herrschaften
Wegen seines Rohstoffreichtums und seiner strategischen Lage stand Zypern im Altertum unter wechselnden Herrschaften. Um 1200 v. Chr. setzte die griechische Kolonisation ein. Den Griechen folgten Phönizier, Assyrer, Ägypter und Perser. 332 v. Chr. kam die Insel zum Reich Alexanders des Großen, 294 v. Chr. zum Ptolemäer-Reich. Die römische Herrschaft setzte sich 58 v. Chr. durch. Bereits um 45 n. Chr. brachte der Apostel Paulus das Christentum auf die Insel. Mit der römischen Reichsteilung 395 fiel Zypern unter byzantinische Oberhoheit, die sich gegen arabische Ansprüche behaupten musste.
1191 eroberte Richard I. Löwenherz die Insel und verkaufte sie an die Kreuzfahrer-Dynastie Lusignan. Nach Erlöschen der Dynastie erlangte die Seemacht Venedig 1489 die Kontrolle über Zypern, das 1570/71 vom Osmanischen Reich erobert wurde. Durch türkische Einwanderung erhielt die Insel ein starkes muslimisches Bevölkerungselement.
1878 übernahm Großbritannien – zunächst noch unter Anerkennung der türkischen Oberhoheit – die Verwaltung. 1914 annektierten die Briten die Insel, die 1925 Kronkolonie wurde.
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