Gesundheit A-Z
Arzt / Ärztin
geschützte Berufsbezeichnung für Personen, die nach erfolgreich abgeschlossenem Studium der (Human-)Medizin sowie praktischer Arbeit als sog. Arzt im Praktikum (AiP) die Zulassung zur Ausübung des ärztlichen Berufs erhalten haben (Approbation) Der Arzt hat folgende Aufgaben: Leiden und Krankheiten zu erkennen, zu heilen oder zu lindern und das Leben zu schützen. Nach der Ausbildung an der Hochschule kann sich der Arzt auf verschiedenen Gebieten weiterbilden, z. B. Allgemeinmedizin, Augenheilkunde, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, innere Medizin (mit Teilgebieten wie z. B. Pneumologie, Kardiologie oder Hämatologie), Kinderheilkunde, Neurologie, Psychiatrie, Pathologie und Rechtsmedizin. Auch eine Weiterbildung zur Erlangung des Rechts auf eine Zusatzbezeichnung ist möglich, z. B. Allergologie, Betriebsmedizin, Homöopathie, Naturheilverfahren, plastische Operationen, Psychotherapie, Sportmedizin oder Tropenmedizin. Die meisten Ärzte sind in einer eigenen Praxis, in Krankenhäusern, Kliniken, Sanatorien oder im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig. Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient wird durch einen Behandlungsvertrag geregelt, der nicht schriftlich festgelegt werden muss. Der Arzt unterliegt auch einer Behandlungspflicht in Notfällen. Vor jeder ärztlichen Maßnahme muss der Arzt seinen Patienten aufklären (Aufklärungspflicht) und dessen Einwilligung einholen. Der Arzt unterliegt auch der Schweigepflicht. Das heißt, dass er alles, was er in Ausübung seines Berufs über den Patienten erfährt, nicht weitergeben darf (auch nicht an Angehörige, Arbeitgeber oder Behörden). Diese Schweigepflicht bleibt auch nach dem Tod des Patienten bestehen. Nur der Patient selbst kann den Arzt von seiner Schweigepflicht entbinden. Jeder Arzt ist verpflichtet, über Feststellungen und Maßnahmen im Rahmen einer Behandlung Aufzeichnungen zu machen, die vom Patienten eingesehen werden dürfen.
Wissenschaft
Das vernetzte Gehirn
Wie Nervenzellen verschaltet sind, bestimmt darüber, wie wir wahrnehmen und denken. von SUSANNE DONNER Wieso weiß ich, wer ich bin? Auch renommierte Neurowissenschaftler müssen bei der Beantwortung dieser einfachen Frage bisher in Teilen immer noch passen. Sie gehen zwar davon aus, dass die Information darüber, wie man heißt, in...
Wissenschaft
Die innere Uhr und unser Wohlbefinden
Selbst völlig isoliert vom Rest der Welt haben wir einen Tagesrhythmus. Diese innere Uhr ist von Mensch zu Mensch verschieden und kann großen Einfluss auf Wohlbefinden, Leistung und Gesundheit haben. Sogar Medikamente können bei Eulen und Lerchen unterschiedlich wirken. Von Elena Bernard Am 27. April 1961 startet der Mediziner...