Lexikon
Schönberg
Schönberg, Arnold
Arnold Schönberg
© Corbis/Bettmann
Schönberg begann mit spätromantischen Werken in der Nachfolge Richard Wagners und Johannes Brahms’ („Gurrelieder“ 1900–1911; „Pelleas und Mélisande“ 1902/03) und bahnte sich 1906 in der „Kammersymphonie“ den Weg zur Atonalität. Höhepunkte seiner expressionistisch-atonalen Periode sind die Musikdramen „Erwartung“ 1909 (Uraufführung 1924) und das Melodram „Pierrot lunaire“ 1912. Zu Beginn der 1920er Jahre entwickelte Schönberg die Zwölftontechnik als „Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen“, die eine umwälzende Neuordnung des Tonmaterials bedeutete und die klassische Harmonik ersetzte. Wichtigste Werke in der neuen Technik sind die „Variationen für Orchester“ (1926–1928) oder die Konzerte für Violine und für Klavier. Das alttestamentliche Oratorium „Die Jakobsleiter“ (1917–1922, unvollendet) und die Oper „Moses und Aaron“ (1928–1932, ebenfalls unvollendet) bezeugen Schönbergs Religiosität. Nach 1933 entstanden im US-amerikanischen Exil Werke in einer Synthese aus traditionellen und Zwölfton-Techniken, die sich vielfach mit den Themen Krieg und Massenmord auseinandersetzen wie „Ein Überlebender aus Warschau“ für Sprecher, Männerchor u. Orchester (1947). Schönbergs Kompositionslehre ist in mehreren theoretischen Schriften wie der „Harmonielehre“ 1911 oder „Die Lehre vom Kontrapunkt“ 1942 überliefert. Daneben war Schönberg auch als Maler aktiv und schuf zahlreiche Aquarelle, Zeichnungen und Ölbilder u. a. mit Porträts von Freunden.
- Erscheinungsjahr: 1924
- Veröffentlicht: Österreich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Erwartung
- Genre: Monodrama
Der österreichische Komponist Arnold Schönberg (* 1874, † 1951) bringt mit dem Monodrama »Erwartung«, das am 6. Juni in Prag uraufgeführt wird, ein Stück auf die Bühne, in dem allein psychische Vorgänge dargestellt werden. Eine Frau (Sopran) irrt nachts in einem Wald umher und sucht ihren Geliebten, den sie schließlich tot auffindet. Hass, Angst, Sehnsucht, Eifersucht und andere Gefühle werden in dieser Vision des Grauens in freier Atonalität musikalisch umgesetzt.
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