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Richtig shoppen – wie funktioniert das eigentlich?

Während ausgiebiges Shopping, vor allem online, für viele Menschen Entspannung und Spaß bedeutet, wecken Sonderangebote und Rabatte bei einigen Menschen regelrecht einen archaischen Jagdinstinkt. Impulskäufe sind jedoch nur in den wenigsten Fällen die glücklichste Wahl. Vielmehr lohnt es sich beim Einkauf einige grundsätzliche Aspekte zu beachten, um möglichst viel Qualität für sein Geld zu erhalten und dabei eventuell noch ein paar Euro sparen zu können. Nachfolgend sind die wichtigsten Grundregeln für eine erfolgreiche Einkaufstour im Netz zusammengetragen.

Ladengeschaft
Shoppen macht Spaß - doch worauf sollte man eigentlich genauer achten?
Preise vergleichen

In einigen Bereichen lohnt es sich besonders, die Preise unterschiedlicher Anbieter und Shops zu vergleichen – hier stecken eine Menge Sparpotential sowie Möglichkeiten zur Stressvermeidung:

  • Fashion: Besonders für weibliche Shoppingfans geht nichts über einen gemeinsamen Stadtbummel mit der besten Freundin. Die neuen Fashiontrends anzuprobieren und gemütlich einen Latte Macchiato im Straßencafé zu genießen ist schließlich Ausdruck eines Lebensgefühls. Wenn Frau allerdings unbedingt ein ganz bestimmtes Kleidungsstück braucht, kann die Suche in der City zur echten Qual werden: Nach stundenlanger fruchtloser Suche schlägt sie endlich zu, nur um schließlich im letzten Geschäft zu erkennen, dass sie das gewählte Teil dort wesentlich billiger erhalten hätte. Hier lohnt sich der Vorab-Vergleich in den Online-Fashion-Stores und der bequeme Lieferservice mit einfacher Retourmöglichkeit. Wird die Qual der Wahl in die eigenen vier Wände verlegt, können gleich die passenden Kombinationsmöglichkeiten aus der bestehenden Garderobe ausprobiert werden und erleichtern die Entscheidung merklich.
  • Elektronik: Wenn das Handy den Geist aufgegeben hat oder der Computer den Ansprüchen des Jobs nicht mehr genügt, verlangen Konsumenten schnell nach differenzierten Informationen zu Preis und Leistung eines neuen Gerätes. Auf den entsprechenden Preisvergleichsportalen, in Testberichten und durch Kundenbewertungen erhalten sie online wesentlich leichter und schneller Zugang dazu als im lokalen Geschäft. Zumal auch die unangenehme Situation wegfällt, sich nach ausführlicher Beratung durch einen Verkäufer zu einer Entscheidung gedrängt zu fühlen.
  • Bankgebühren, Strompreise und Versicherungen: Bei den Zinskonditionen für eine neue Kreditkarte, dem Wechsel des Stromanbieters oder den Leistungen der dringend benötigten Hundehaftpflichtversicherung kann kaum jemand die unzähligen Angebote selbst durchforsten. Vergleichsportale übernehmen diese Arbeit und treffen nach den Vorgaben des potentiellen Kunden eine Vorauswahl der Anbieter. Nach der endgültigen Wahl kann ein Vertrag anschließend direkt über das Portal abgeschlossen beziehungsweise eine Leistung beantragt werden.

Auf Schnäppchen und Angebote achten

Wer weiß, wo er beispielsweise im Netz suchen muss, kann häufig einige Euro einsparen. Die folgenden Tipps helfen dabei:

  • Preisvergleichsportale bieten den Überblick darüber, bei welchem Verkäufer das gewünschte Produkt momentan am günstigsten erhältlich ist. Achtung: Häufig ist ein Sonderpreis nur dann erhältlich, wenn man über den Link des Preisvergleichsportals darauf zugreift. Geht man direkt auf die Website des Herstellers bzw. Verkäufers, wird dort oft der höhere Normalpreis ausgewiesen.
  • Ware, die bereits einmal zum Kunden geliefert und dann zurückgeschickt wurde, bieten viele Händler vergünstigt an, weil sie die Artikel nicht mehr als „neu“ verkaufen dürfen. Elektronik-Artikel werden in diesen Fällen generalüberholt und reduziert weiterverkauft. In den Online-Shops findet man solche Exemplare unter: Outlet, Special Deals, Warehouse Deals oder B-Ware.
  • Coupons oder Rabattcodes werden von Online-Shops regelmäßig per Mail oder innerhalb von Warenlieferungen an ihre Kunden verschickt. Hat man gerade keinen Code zur Hand, lohnt sich die Suche im Netz, denn viele Gutschein- und Rabattseiten sammeln aktuelle Codes und stellen sie Shoppingbegeisterten zur Verfügung.
  • Preistracker verfolgen den Preis eines gewählten Artikels etwa auf Amazon über einen gewissen Zeitraum, so dass Kunden mit einem Blick in die Preishistorie erkennen können, ob das Angebot tatsächlich unschlagbar günstig ist oder auch schon einmal besser war.
  • Versandkosten dürfen nicht unberücksichtigt gelassen werden. Selbst wenn ein Käufer seinen Wunschartikel über Vergleichsportale zu einem unschlagbar günstigen Preis findet, muss das insgesamt nicht unbedingt der beste Deal sein. In manchen Fällen ist ein niedriger Preis mit zuzüglichen Versandkosten verbunden, während ein etwas teureres Angebot die Lieferung enthält. In anderen Fällen müssen Kunden auf einen Mindestbestellwert achten, der Voraussetzung für den Gratis-Versand ist. So ist man eventuell versucht, dieses Limit mit dem Hinzufügen der einen der anderen „Kleinigkeit“ zu erreichen, die sich im Nachhinein als überflüssig erweist.
  • SALE: Auf diese Kategorie sollten Online-Shopper insbesondere bei Fashion-Stores achten; denn dort sind Artikel der vorangegangenen Saison „versteckt“, die preislich stark reduziert sind, jedoch nicht mehr unter den normalen Kategorien wie „Jacken“ oder „Röcke“ auftauchen. Es lohnt sich also, als Erstes im Ausverkauf zu suchen – in physischen Geschäften wie in Online-Shops.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ermitteln

„Kann ich das noch billiger bekommen?“ - Das ist nicht unbedingt die zielführende Frage beim Einkauf. Letztendlich erlangt ein potentieller Kunde die meiste Zufriedenheit durch die reifliche Überlegung: „Was bekomme ich für mein Geld?“

  • Hält eine Ware tatsächlich, was Werbung oder Artikelbeschreibung so vollmundig versprechen? Das zu bewerten, übersteigt nicht selten die Kompetenzen des potentiellen Käufers. Verlässliche Anhaltspunkte bieten in diesen Fällen Testberichte unabhängiger Institutionen oder auch Erfahrungsberichte von anderen Kunden. Auf mein-deal.com lassen sich beispielsweise zahlreiche Ratgeber und Tests zu den unterschiedlichsten Produkten finden, die bei der Auswahl helfen.
  • Vorsicht beim Zubehör! Manche Online-Shops punkten damit, dass sie ihre Konkurrenz bei beliebten Artikeln preislich unterbieten, verkaufen jedoch das nötige Zubehör, z.B. Kabel oder Ladegeräte, teurer als der Durchschnitt.
  • Der Umfang des Artikels bildet im Idealfall ein gutes Gegengewicht zum Preis: Hat der Computer bereits ein Betriebssystem? Verfügt das Handy über USB-Kabel und Ladegerät oder muss alles zusätzlich angeschafft werden? Welche Garantieleistung ist im Kaufpreis enthalten? Erst wenn diese Parameter vollständig geklärt sind, lässt sich die Angemessenheit eines Preises bewerten.
  • Gutscheine überprüfen. Wo vollmundig eine Reduktion von 20 oder gar 50 Prozent versprochen wird, sollte der Kunde prüfen, ob es Artikel gibt, die von der beworbenen Vergünstigung ausgenommen sind oder ob der angebotene Rabatt an einen erhöhten Mindestbestellwert gekoppelt ist. Laut br.de können besondere Internet-Schnäppchen bei Versteigerungen oder von nicht autorisierten Händlern auch Einbußen bei der Garantie mit sich bringen.

Modell eines Einkaufswagens auf Laptop
Online-Shopping wird immer beliebter!
Fazit

Der Mensch ist und bleibt ein Jäger und Sammler – das zeigt sich auch beim modernen Shoppingverhalten. Die fetteste Beute kann allerdings nur derjenige mit nach Hause schleppen, der aufmerksam die Artikelpreise gegen die dafür erhältlichen Leistungen abwägt und der weiß, wo die günstigsten Sonderangebote zu finden sind.

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