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Smoothies: Gesundes Obst zum Trinken

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Smoothie: Ein ganzes Glas voll mit Obst und Gemüse.
SXC

Frisch, fruchtig und gesund – Smoothies sind im Trend. Kein Wunder: Das süffig-fruchtige Vergnügen ist für viele eine willkommene Alternative zum Biss in den Apfel. Und gerade jetzt im Frühling kann unser Körper Vitamine und Mineralstoffe gut gebrauchen. Aber kann ein Smoothie wirklich eine Portion Obst oder Gemüse ersetzen? Und was sollte man beim Kauf oder Selbstmachen beachten?

Obst auf die Schnelle

Fünf Portionen Obst und Gemüse täglich – so lautet die Faustregel für Wohlbefinden und Gesundheit. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) beispielsweise empfiehlt in Deutschland den täglichen Verzehr von 600 bis 650 Gramm Obst und Gemüse. Das soll den Vitamin- und Mineralstoff-Bedarf unseres Körpers decken helfen und uns fit machen. Aber viele haben keine Zeit oder keine Lust, ständig auf einem Stück Apfel oder Banane herumzukauen. Da ist die pürierte Variante - der Smoothie – schon praktischer. Und lecker ist der sämige Saft obendrein.

"In Sachen Ernährung sind Smoothies ideale Partner: unkompliziert, effizient, facettenreich", erklärt der Bio-Spitzenkoch Harald Hoppe.  "Sie enthalten eine hohe Menge bioaktiver Stoffe. Einfacher lässt sich der Tagesbedarf an wichtigen Nährstoffen nicht decken." Typischerweise besteht ein Smoothie aus püriertem Fruchtfleisch, gemischt mit Fruchtsaft. Die zerkleinerten Fruchtanteile sind es auch, die ihn so sämig machen. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass möglichst viele gesunde Inhaltstoffe mit ins Getränk kommen.

Gekaufte Smoothies: Aufs Etikett achten

Bei gekauften Smoothies sollte man allerdings genau hinschauen. Denn ein guter Smoothie sollte mindestens zur Hälfte aus pürierter, ganzer Frucht bestehen. Bei einigen Herstellern ist das leider nicht der Fall, hier ist der Smoothie oft durch einen höheren Anteil Saft verdünnt, manchmal wird sogar zusätzlich Zucker untergemischt. Ist das aber nicht der Fall, dann kann ein guter Smoothie gelegentlich durchaus ein bis zwei Portionen Obst ersetzen, so die Ansicht der Experten.

Ein dauerhafter Ersatz für Obst oder Gemüse sind gekaufte Smoothies aber nicht. Denn weil sie aus Fruchtfleisch ohne Schale produziert werden, fehlen ihnen die wertvollen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, sowie die sekundären Pflanzen- und Ballaststoffe, die unter und in der Schale stecken. Ernährungsexperte Hoppe empfiehlt daher, sich das sämige Getränk einfach selbst zu mixen. Er verwendet dabei von Obst und Gemüse fast alles, vom Apfel zum Beispiel auch die Schale und das Kerngehäuse. Dafür empfiehlt sich dann allerdings Bioware.

Grüne Smoothies: Echte Vitalbomben

Besonders im Trend sind inzwischen "Green Smoothies". Sie enthalten nur rund zur Hälfte Obst, der Rest besteht aus Blattgemüsen wie Rucola, Spina, Chicoree und Kräutern. Diese Mischung gilt zurzeit als das Wundermittel überhaupt - vergleichbar mit geheimnisumwitterten Rezepten alter Kräuterhexen im Mittelalter. Der große Vorteil: im sämigen Getränkt verpackt schmeckt das gesunde Gemüse selbst Rohkostmuffeln.

Wirksam und gesundheitsfördern sind im Green Smoothie vor allem die Bitterstoffe, die in vielen Blattgemüsen und Kräutern enthalten sind. Sie schaffen eine gesunde Darmflora, sollen das Immunsystem stärken und als Antioxidantien der Zellalterung entgegenwirken. Zudem helfen sie bei der Fettverdauung und sollen durch ihre bittere Note den Heißhunger auf Süßes dämpfen – dadurch kann ein Green Smoothie auch beim Abnehmen helfen.

Tipps zum Selbermixen

Für einen Smoothie benötigt man etwa 100 Gramm Obst oder Gemüse. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Im Obst-Smoothie lassen sich als Basis Äpfel, Orangen und Bananen gut kombinieren und je nach Geschmack ergänzen. Für einen Gemüse-Smoothie eignet sich zum Beispiel die Kombination von Tomate, roter Paprika, Gurke, Stangensellerie, Apfel und Petersilie.

Generell sollten Obst oder Gemüse sowie Wasser und Eis etwa im Verhältnis eins zu eins gemixt werden. Wer den Smoothie süßer mag, kann statt Wasser auch Fruchtsaft verwenden. Gut passen zum Beispiel Apfel-, Trauben- oder Orangensaft. Wichtig ist ein leistungsstarker Standmixer, der mindestens 25.000 Umdrehungen erreicht. Denn dann werden beim Mixen werden die Zutaten stark zerkleinert und dabei Zellstrukturen aufgebrochen. Die enthaltenen Nährstoffe können so besser verwertet werden.

Vor dem Mixen einfach das Obst und rohe Gemüse grob zerschneiden und dann mit Eis und Wasser fein pürieren. Noch "smoother" werden die frischen Drinks mit ein paar einfachen Tricks: "Je nach Rezept verwende ich für die cremige Konsistenz Bananen", so Hoppe. Ein zusätzlicher Wert für die Gesundheit ergibt sich durch die Beigabe von Leinöl oder Nüssen, die für den menschlichen Körper wichtige Omega-3-Fette enthalten.

Mehr zum Thema Vitamine finden Sie hier: http://www.scinexx.de/dossier-386-1.html

 

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