wissen.de
Total votes: 79
wissen.de Artikel

Stereotypen

Rothaarige Iren und käsige Nerds - Wie entstehen eigentlich Klischees?

Frauen tratschen, Nerds sind unsportlich und alle Iren sind rothaarig – solche Klischees kennen wir alle. Aber woher kommen solche kulturellen Stereotypen? Und beruhen sie immer auf einem wahren Kern? Genau diese Fragen haben sich schottische Forscher gestellt – und das Ganze in einem verblüffend simplen Experiment nachgestellt und untersucht.

 

Porträts berühmter Schweden
Passt nicht zum Klischee

Von wegen blond  – diese Kollage bekannter Schweden zeigt, dass dieses Klischee so nicht stimmt.

Dargestellt sind: Hl. Brigitta, Anders Celsius, Carl von Linné, Alfred Nobel, Selma Lagerlöf, Dag Hammarskjöld, Greta Garbo, Astrid Lindgren, Ingmar Bergman, Björn Ulvaeus, Linus Torvalds, Annika Sorenstam.

Klischees und Stereotypen gibt es in nahezu jeder Gesellschaft und Gruppe. Und das ist auch kein Wunder, denn diese sozialen "Schablonen" könne durchaus nützlch sein: SIe helfen uns dabei, die Welt um uns herum zu kategorisieren und zu erfassen. "Wenn wir beispielsweise einen Fremden treffen, liefern uns die Stereotypen eine erste Basis, auf der wir dann anhand von eigenen Eindrücken unser Bild der Person aufbauen können", erklärt Studienleiter Doug Martin von der Universität von  Edinburgh.

Das muss nicht immer negativ sein – solange diese Klischees nicht so mächtig sind, dass sie ein echtes Kennenlernen verhindern und zu einem festgefügten Vorurteil werden. Denn Stereotypen helfen uns auch dabei, Informationen über andere Menschen effektiv zu speichern und im Gedächtnis zu behalten. Oft merken wir uns beispielsweise eine Person an einem besonders hervorstechenden Merkmal "Das war der mit der roten Nase".

Stille Post mit Aliens

Aber wie entstehen die kulturellen Stereotypen, die nahezu jeder kennt – und wie viel Wahres steckt in ihnen? Das haben Martin und seine Kollegen nun in einem Experiment überprüft. Dafür zeigten sie ihren Versuchspersonen Steckbriefe von verschiedenen, fremdartig aussehenden Aliens. Neben den Bildern war auch eine Beschreibung ihres Charakters darauf zu lesen. Die Teilnehmer sollten sich nun die Persönlichkeiten dieser Aliens einprägen und anschließend einer anderen Person diese Wesen  beschreiben. Diese Person wiederum musste sich die Beschreibungen merken und diese nun ihrerseits an weitere Personen weitergeben. Im Prinzip also eine Kommunikationskette wie beim Spiel "Stille Post".

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
NPO
Total votes: 79