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Wie fühlen wir?

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Langsam entdecken Neurowissenschaftler derzeit jene Hirnstrukturen, die uns fühlen lassen. Im Mittelpunkt steht das so genannte limbische System, ein Netzwerk aus zahlreichen Hirnregionen, die stammesgeschichtlich zu den älteren gehören und unter der Großhirnrinde liegen. Es ist vor allem für das unbewusste Verarbeiten und Bewerten von Emotionen zuständig. Die bewusste Verarbeitung findet vorwiegend im präfrontalen Cortex statt. Zum limbischen System zählen auch die beiden Mandelkerne nahe der Ohren ebenso wie der insuläre Cortex und ein Gebiet im Hirnstamm, das man als "Belohnungssystem" bezeichnet und dessen Aktivität mit guten Gefühlen einhergeht. Im Mandelkern werden überwiegend negative Gefühle wie Ekel, Angst und Ärger ausgelöst. Aber nicht nur: Ist zugleich das Belohnungssystem erregt, stellt sich ein Gefühl freudiger Überraschung ein. "Der Mandelkern wühlt uns emotional auf", sagt der Hirnforscher Gerhard Roth – wie wir uns dabei genau fühlen, ob verängstigt, verärgert oder glücklich, hängt von der Aktivität weiterer Areale des limbischen Systems ab.

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