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Wort des Monats Januar 2006

Atomprogramm

Auch im neuen Jahr wollen wir Ihnen auf's Maul schauen. Nein, stimmt eigentlich gar nicht, genaugenommen lassen wir Sie, Ihrer Umwelt auf's Maul schauen, die Ergebnisse aufschreiben und uns schicken. Wir setzen uns dann Ende des Monats zusammen, knabbern Gebäck und und erfreuen uns an den Einsendungen.

Bereits im Herbst 2005 stellte die Internationale Atomenergiebehörde fest, dass der Iran gegen den Atomwaffensperrvertrag verstoßen hatte. Das Atomprogramm war viele Jahre geheim betrieben worden, woraufhin die iranische Regierung aufgefordert wurde, ihre Bemühungen zur Konversion von Uran und die Anreicherung einzustellen. Mehrere Monate gingen ins Land, ohne dass der Iran sich dem weltweiten Druck beugte. Ganz im Gegenteil, Teheran nahm am 10. Januar die Urananreicherung wieder auf und brüskierte damit die IAEA. Ende Januar 2006 platzte nun den fünf Vetomächten des Sicherheitsrates der Kragen. Nun soll der Konflikt dem Sicherheitsrat vorgelegt werden.

Aber nun zu unserem Gewinner, Herrn Walter Mahlz, der seine Wahl wie folgt begründete: "Atomprogramm – wie harmlos das klingt. Zumal, wenn mehr oder weniger gleichzeitig auch in Deutschland die Politik der letzten Jahre wieder rückgängig gemacht werden soll und der Ausstieg aus der Atomenergie wieder zur Diskussion steht. Doch im Iran nimmt das Atomprogramm ja eine noch viel dramatischere Bedeutung an, wenn man sich ausmalt, was in der Region alles passieren kann, wenn der Iran möglicherweise seine eigene Atombombe baut. Höchste Zeit aus allen Atomprogrammen auszusteigen, da wir noch meilenweit davon entfernt sind, ein Atommüllprogramm zu haben."

Allen Teilnehmern an unserer Aktion “Wort des Monats“ vielen Dank. Senden Sie uns auch im kommenden Monat wieder Ihren Vorschlag mit einer Begründung an die bekannte E-Mail-Adresse:wortdesmonats@wissen.de. Wie üblich gibt es einen Wahrig: Deutsche Rechtschreibung zu gewinnen (dafür aber nicht die Begründung vergessen!) wir freuen uns auf Ihre Einsendung und wünschen viel Erfolg!

von Dietmar Hefendehl, wissen.de
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