Wahrig Herkunftswörterbuch

Mode
Das
lat.
Wort modus „Maß, Ziel, Art und Weise“ ist nicht nur ein im heutigen Deutschen gebräuchliches Fremdwort (vgl. den Begriff Spielmodus oder die Wendung Modus Vivendi „Lebensweise“), es ist auch die etymologische Grundlage des im 17. Jh. aus dem frz. mode „Brauch, Sitte, zeitgemäßer Geschmack“ übernommenen Wortes Mode. Die Bereiche, auf die sich die Mode damals wie heute erstreckte, sind Kleidung, Frisuren, Umgangsformen, Literatur und Kunst. Aber auch in der Sprache gibt es Moden, die zu (oft rasch veraltenden) Modewörtern führen. Wer es mit der Fixierung auf die Mode übertreibt, der wird gern einmal von oben herab als Modenarr oder Modegeck bezeichnet; andererseits bedeutet die ebenfalls frz. Fügung à la mode (wörtlich: „nach der Mode“) auf Deutsch „auf der Höhe der Zeit“. Es wird also nicht immer als geckenhaft angesehen, wenn man mit der Mode geht. Lange Zeit, bis ins 18. Jh. hinein, war Mode in Kleidung, Wohnkultur und Lebensweise das Privileg von Herrschern und Hochadeligen. Erst im 19. Jh. wurde das Großbürgertum zu der bestimmenden Kraft.
Text
Wissenschaft

Konfabulation statt Halluzination

An dieser Stelle ist in Ausgabe 09/2023 der große Physiker Arnold Sommerfeld schon einmal mit folgendem Satz zitiert worden, „In der Natur nimmt die Entropie die Rolle der Direktorin ein, die Energie aber nur die einer Buchhalterin“ (wobei das Original den Direktor und den Buchhalter als Männer angesprochen hat, was heute...

Mikroroboter
Wissenschaft

Kleinster autonomer Roboter ist kaum größer als eine Zelle

Er ist mit bloßem Auge kaum sichtbar, aber erstaunlich leistungsfähig: Forschende haben einen autonomen Mikroroboter entwickelt, der seine Umgebung selbstständig wahrnehmen und darauf reagieren kann. Angetrieben und programmiert wird er mit Hilfe von Licht, gesteuert von einem winzigen Mini-Computer. Die Winzlinge lassen sich...

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