Wahrig Herkunftswörterbuch
Null
Ursprünglich galt die Null den Europäern nicht als Zahl. So fasste Euklid sie als „eine aus Einheiten zusammengesetzte Menge“ auf. Die Ursprünge der Null als Zahlzeichen lassen sich bis in die babylonische Zeit zurückverfolgen, sprachlich relevant für das Deutsche wird das Wort null erstmals im 16. Jh., als es aus dem ital. nulla „nichts“ entlehnt wurde, das auf lat. nullus „keiner“ zurückgeht. Wesentlich jünger ist der Ausdruck nullachtfünfzehn: Er stammt aus der Sprache des Militärs, in der er ein 1908 konstruiertes und 1915 noch einmal umgebautes deutsches Maschinengewehr bezeichnete. Im Zweiten Weltkrieg stand 08/15 vor allem für „überalterte Massenware“.
Mitte der 1950er Jahre, als Hans Hellmut Kirsts gleichnamiger Roman bzw. Film in drei Teilen erschienen war, bezog sich die Wendung zumeist auf den als sinnlos empfundenen militärischen Drill. Die heutige Bedeutung „nichts Neues, nichts Originelles“ erhielt sie erst später.
Mitte der 1950er Jahre, als Hans Hellmut Kirsts gleichnamiger Roman bzw. Film in drei Teilen erschienen war, bezog sich die Wendung zumeist auf den als sinnlos empfundenen militärischen Drill. Die heutige Bedeutung „nichts Neues, nichts Originelles“ erhielt sie erst später.
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