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Gesundmacher Liebe

Sie hält jung und macht glücklich – Liebe wirkt besser als jede Medizin

“Love is all you need” – sangen einst die Beatles. Stimmt! Liebe macht stark, schön und hält jung. Wer kennt sie nicht: Die Frischverliebten, die strahlend durchs Leben federn? Der wirksame Zaubertrank besteht aus einer Extraportion Hormonen. Dazu kommt die gesunde Wirkung der schönsten Nebensache der Welt: Sex ist der perfekte Ausgleichssport.

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Familienleben

Die Liebe und Geborgenheit, die Kinder in der Familie erfahren, geben ein Leben lang Kraft.

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Verliebtes Paar

Liebe macht schön – dafür sorgen die Hormone, die im Körper von Verliebten ausgeschüttet werden.

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Frühstück im Bett

Stress ade: Die Liebe sorgt für körperliches Wohlbefinden und seelische Ausgeglichenheit.

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Wohlfühlen

Liebe hält den Körper besser fit als viele Sportarten: Sie stärkt das Immunsystem und und senkt das Herzinfarktrisiko.

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Start ins Leben

Familienleben

Die Liebe und Geborgenheit, die Kinder in der Familie erfahren, geben ein Leben lang Kraft.

Liebe macht stark. Menschen, die sich von klein auf geborgen fühlen, haben die besten Startchancen für ein glückliches Leben. Psychologen haben festgestellt: Geliebte Kinder leiden als Erwachsene seltener unter Depressionen und sind weniger suchtgefährdet.

Liebe ist lebenswichtig. Seele und Körper hungern nach einer täglichen Dosis “Vitamin N nach Nestwärme. Folgen einer lieblosen Kindheit können sich bis ins Erwachsenenalter hinein zeigen. An der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore gaben in den vierziger Jahren rund 1100 Medizinstudenten über ihre Beziehung zu ihren Eltern Auskunft. 50 Jahre später wurde untersucht, welche der Befragten an Krebs erkrankt waren. Es zeigte sich: Alle Krebs-Patienten hatten als Studenten die fehlende Nähe zu ihren Eltern beklagt.

Liebe bestärkt Kinder in ihrem Urvertrauen. Dadurch gewinnen sie Selbstbewusstsein - eine wichtige Voraussetzung, damit sie selbst Liebe schenken können. Wer lange genug die Erfahrung machen darf, dass seine emotionale Bedürfnisse ernst genommen werden, kann sich leichter in andere Menschen einfühlen. Geliebte Kinder haben einen hohen Emotionalen Quotienten (EQ), wie der Grad an sozialen Fähigkeiten in der Fachsprache heißt.

Doch auch die Intelligenz der IQ gedeiht mit menschlicher Wärme besser. Dies zeigte das verblüffende Ergebnis einer Studie, die 1939 in den USA durchgeführt wurde:
Eine Gruppe von Waisenkindern wurde in ein Heim für geistig behinderte Mädchen gebracht. Die Mädchen erwiesen sich als äußerst liebevolle, aufopfernde Ersatzmütter. Nach zwei Jahren war der Intelligenzquotient ihrer Zöglinge um 28 Punkte gestiegen. Dagegen sank der IQ derjenigen Kinder, die weiterhin im Waisenhaus ohne feste Bezugsperson lebten. 30 Jahre später war ein Teil der Waisenhauskinder bereits gestorben; ein weiterer Teil lebte in verschiedenen Anstalten. Anders die Pflegekinder der geistig Behinderten: Sie hatten alle einen Schulabschluss und standen beruflich auf eigenen Füßen.

Kinder, die in Heimen und Waisenhäusern ohne emotionale Zuwendung aufwachsen, haben häufig eine Reihe von Problemen, die “Hospitalismus genannt werden: Sie sind seelisch verstört, geistig zurückgeblieben und besonders anfällig für Infekte.

Offenbar ist Liebe Nahrung für Körper, Seele und Geist. Dennoch sind nicht alle unverstandenen Kinder zu einem einsamen Leben verdammt. Zum Glück sind Menschen fähig, sich von negativen Beziehungsmustern zu lösen.

 

Schönheitselixier Liebe

Verliebtes Paar

Liebe macht schön – dafür sorgen die Hormone, die im Körper von Verliebten ausgeschüttet werden.

Kennen Sie diese Situation? Gerade sind Sie frisch verliebt und plötzlich wimmelt es nur so von Einladungen zum Abendessen. Doch während der fünf Jahre, in denen Sie Single waren, schien das andere Geschlecht einen weiten Bogen um sie zu machen.

Zum einen ist es die Aura des Glücks, die Frischverliebte so unwiderstehlich macht. Zum anderen werden wir durch den Tanz der Hormone tatsächlich jünger und schöner. Wenn wir verliebt sind, schüttet unser Körper nämlich eine Extraportion von Geschlechtshormonen aus. Bei Frauen Östrogen: Das strafft die Haut und zaubert einen begehrenswerten Glanz ins Haar. Bei Männern Testosteron: Das macht Muskeln wenn's schlecht läuft allerdings auch eine Glatze...

Besonders viel “Schönheitselixier bekommen wir, wenn wir sexuell aktiv sind. Nach der Münchner “Gesellschaft für Rationelle Psychologie sieht eine Frau mit regem Sexleben fünf bis zehn Jahre jünger aus.

Außerdem macht die schönste Sportart der Welt schlank. Bei einem Drei-Minuten-Kuss werden ca. zwölf Kalorien verbrannt, bei einem 20 Minuten dauernden Liebesakt etwa 200. Keine Frage guter Sex ist jeder Diät vorzuziehen! Er lässt die Pfunde an den richtigen Stellen schmelzen und während der Bauch abnimmt, wird der Busen voller und schöner. Ein Peeling fürs Dekolletee ist auch noch inbegriffen: Durch die 18-fach stärkere Durchblutung der Haut lösen sich kleine Hautunreinheiten einfach auf.

Aber auch Schmusestunden haben es in sich: Küssen hält durch den verstärkten Speichelfluss die Zähne gesund. Und gleichzeitig werden dabei auch noch über 30 Gesichtsmuskeln trainiert. Also, worauf also noch warten?

 

Streicheleinheiten für Körper, Seele und Geist

Frühstück im Bett

Stress ade: Die Liebe sorgt für körperliches Wohlbefinden und seelische Ausgeglichenheit.

Liebe ist wie ein reiches Füllhorn für unser körperliches Wohlbefinden.

 

Liebe macht glücklich

Vorausgesetzt natürlich, sie wird erwidert. Verliebte produzieren einen Cocktail von Wohlfühlhormonen und Botenstoffen: Den legendären Stimmungsmacher Serotonin, die Belohnungsdroge Dopamin, den Treuetrank Oxytocin und die sanft beruhigenden Endorphine. Alle diese Stoffe bewirken, dass wir die Realität vergessen können.

 

Liebe senkt Stress

Menschen, die sich unterstützt und verstanden fühlen, leiden weniger unter bedrückenden Situationen. Sie können dem Partner ihr Herz ausschütten und Ärger oder Überlastung besser verarbeiten. Und in ihrem Blut kreisen genügend Wohlfühlhormone, welche Stresshormone ausbremsen.

 

Liebe bringt unseren Verstand auf Hochtouren

So richtig gut entspannt sich's im Bett. Sex entkrampft verspannte Muskeln und löst Blockaden im Kopf. Viele Verliebte greifen auf dieses alte “Hausmittel zurück, wenn sie unter Druck stehen zum Beispiel vor einer Prüfung. Und daran tun sie gut. Anders als Beruhigungsmittel, die meist schlapp und müde machen, bringt ein Schäferstündchen die grauen Zellen richtig in Schwung. Denn durch den Orgasmus steigt die Hirnaktivität erheblich.

Den Zusammenhang zwischen Lust und Konzentration zeigte erstmals der Wiener Forscher Gerhard Eggetsberger auf. Der Begründer des “Biofeedbacks will mit der innovativen Methode Menschen helfen, ihren Körper besser kennen zu lernen. Während der Messung verschiedenster Körperfunktionen unter anderem Muskelspannung, energetische Ladung des Gehirns, Atmung und Darmtätigkeit lernen Sportler, Manager oder Schlaganfallpatienten, ihre Reaktionen durch Autosuggestion zu beeinflussen. Im Rahmen dieser Untersuchungen stieß Eggetsberger auf eine erstaunliche Verknüpfung: Wenn der sogenannte Pubococcygeus, kurz PC-Muskel, im Beckenboden angespannt ist, ist unser Gehirn am leistungsfähigsten. Denn dann werden die rechte und die linke Gehirnhälfte gleichmäßig mit Energie versorgt, Gefühl und Intellekt sind ausgewogen. Nach Eggetsberger die optimale Voraussetzung für Erfolg.
Da liegt es doch nahe, den Wundermuskel im unteren Beckenbereich mit rhythmischen Bewegungen am besten zu zweit zu trainieren ...

 

Liebe hält gesund

Einleuchtend also, dass erfolgreiche Menschen nicht nur jemanden brauchen, der ihnen “den Rücken freihält, sondern bestenfalls eine gut funktionierende Partnerschaft: Weil verliebte Menschen es leichter haben, ganz auf die Höhe ihrer Leistungsfähigkeit zu gelangen. Und auch die Krankenkassen sollten uns eigentlich den Partner auf Lebenszeit verordnen. Denn Liebe stärkt das Immunsystem, bewahrt die Körperzellen vor dem Verschleiß und senkt das Risiko für Herz- oder Gefäßkrankheiten.

 

Wer liebt, lebt länger

Wohlfühlen

Liebe hält den Körper besser fit als viele Sportarten: Sie stärkt das Immunsystem und und senkt das Herzinfarktrisiko.

Das Herz beginnt mit 130 Schlägen pro Minute zu rasen. Die Atemfrequenz verfünffacht sich und die Körpertemperatur steigt um 0,5 Grad. Das alles vollbringt ein leidenschaftlicher Kuss. Wenn Sie Ihren Körper in Schwung bringen wollen, müssen Sie nicht immer ins Fitness-Studio oder auf den Trimm-Dich-Pfad. Bleiben Sie doch einfach mal zu Hause und widmen Sie sich Ihrem Schatz.

Ein Kuss schmeckt besser als hartes Training und ist in mancher Hinsicht noch gesünder. Er bringt nämlich nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern kurbelt auch das Immunsystem an. Unser Körper belohnt den “Freizeitsport mit sogenannten Neuropeptiden: Botenstoffen, die high machen und die körpereigene Killerzellen wecken. Diese wehren feindliche Viren und Bakterien ab, während wir auf Wolke 7 schweben.

Statistiken beweisen: Vielküsser leben im Schnitt fünf Jahre länger als ihre nichtknutschenden Mitmenschen. Umgekehrt schwächt viel Streit zwischen Ehepartnern das Immunsystem.

Liebe ist offenbar ein Wundermittel. Sie wirkt gegen Schnupfenviren ebenso wie gegen lebensgefährliche Krankheiten. Die Einheit von Körper und Seele wird von Naturheilkundlern von jeher als Tatsache anerkannt. Doch auch die Schulmedizin sammelt immer mehr Beweise, dass Zuneigung und Unterstützung oftmals nachhaltigere Heilerfolge erzielen als Pillen und Tropfen.

Der renommierte amerikanische Herzspezialist Dean Ornish fasste seine Erkenntnisse aus 20 Jahren Forschung und praktischer Arbeit in einem Buch zusammen. Im Titel “Die revolutionäre Therapie: Heilen mit Liebe stellte der Mediziner unter anderem fest: Menschen, die sich geliebt fühlen, sind deutlich weniger herzinfarktgefährdet. Bei einer Untersuchung der Yale-Universität wurden rund 150 Personen auf Blockierungen in den Herzarterien getestet. Die besten Ergebnisse hatten Menschen, denen ein liebender Partner zur Seite stand. Selbst wenn sie rauchende Bewegungsmuffel waren, die sich keinen Deut um ihren Cholesterinspiegel scherten.

Weltweit zeigen Hunderte von Studien: Wer liebt, lebt länger. Das genaue Rezept für das Lebenselixier jedoch bleibt ein wohlgehütetes Geheimnis der Natur. Immerhin kommen beim Rausch der Gefühle rund 250 chemische Substanzen ins Spiel.

Zum Teil sind die chemischen Zusammenhänge erstaunlich: So produzieren wir beim Sex Stickstoffmonoxid. In unserem Körper hat der Stoff, der als Umweltgift aus der Verbrennung verrufen ist, außerordentlich positive Funktionen: Er schenkt Männern (und Frauen) Wonnestunden denn das Molekül unterstützt die Erektion. Darüber hinaus stärkt es die Herzmuskulatur und erweitert die Gefäße.

Die Liebe steckt doch voller Überraschungen. Für Forscher ebenso wie für jeden von uns. Aber eins scheint sicher: Wer in einer glücklichen Beziehung lebt, hat gute Aussichten auf ein langes Leben. Und den besten Grund, dieses zu genießen!

Monika Wittmann
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