wissen.de
Total votes: 15
wissen.de Artikel

Winterspiele im Wandel der Zeit

Zeichen der Hoffnung

Dieses Bild ist leider nicht verfügbar. - wissen.de

Der Erfolg der "Internationalen Wintersportwoche" von 1924 in Chamonix, die das I.O.C. zwei Jahre später rückwirkend als erste offizielle Winterolympiade anerkannte, forderte die Einführung eines eigenständigen Kalenders für Winterspiele. Kleine, idyllische Bergdörfchen versammelten die Athleten aus aller Welt nun ebenso wie London oder Paris.
Trotz des nicht kalkulierbaren Wetterrisikos wuchs die Popularität, das Medieninteresse und die Teilnehmerzahlen mit den kommenden Spielen stetig. Aber die Welt in den Bergen schien noch heil und unverdorben von Profitgier und Gewinnstreben. St. Moritz, Lake Placid oder Garmisch- Partenkirchen konnten sich als Ausrichter noch einen familiären Charakter bewahren.

Einen unwiderruflichen Wendepunkt stellen die Spiele von Innsbruck 1964 dar. Kein weißverschneiter Kurort, sondern eine Großstadt wird zum Ausrichter erkoren, was die zunehmende Instrumentalisierung der Spiele zur Folge hat. Die Sportler, ab sofort "zweitrangig" für erfolgreiche Spiele, stellen mit 913 Teilnehmern die kleinste Gruppe der "Invasoren". Hauptsache die Verpackung stimmt, die perfekte Organisation, der schöne Schein! 1150 Funktionäre und 1400 Journalisten werden aufgeboten. Kann ja nichts mehr schief gehen.
Kann doch! Schneemangel und ein milder Winter machen die Olympiade zu einem Vabanquespiel für Organisatoren und die Tourismusbranche. Die Residenz des Schahs von Persien, das Hotel Olympia, wird mit Tonnen herbeigekarrtem Schnee zugeschüttet, um seine Majestät meteorologisch nicht zu enttäuschen. Sind doch Schneemänner in der Wüste echte Mangelware.

... klicken Sie zum Weiterlesen auf den folgenden Button
Richard Steiger
Total votes: 15