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Russlandfeldzug: Deutsche Infanterie von Gewaltmärschen zermürbt

August 1941 - Die Anfangserfolge der deutschen Wehrmachtsverbände im Krieg gegen die Sowjetunion beruhen auf schnellen, keilförmigen Vorstößen der Panzereinheiten. Hinter den Panzergruppen marschieren Infanterieverbände, die zwischen den Panzerkeilen stehende Truppen der Roten Armee bekämpfen. Sie sollen durch schnelles Vordringen zu den Panzerspitzen aufschließen, um große Territorien schnell unter ihre Kontrolle zu bringen, die Verbindung zu den Panzerverbänden aufrechterhalten und deren Nachschubwege für weitere Vorstöße sichern.

"Fall Barbarossa"

Zuversicht und Siegesgewissheit soll dieses Propagandabild demonstrieren, das deutsche Soldaten auf ihrem Vormarsch zeigt.

Durch diese Taktik werden die deutschen Soldaten in hohem Maße belastet. Die gut ausgerüsteten Panzereinheiten legen in wenigen Tagen Entfernungen von mehreren Hundert Kilometern zurück. Sie haben nur geringe Verluste zu verzeichnen und leiden meist nur unter dem Ausfall ihrer Fahrzeuge infolge der Überbeanspruchung des Materials.

Die Infanterieverbände dagegen sind weit schlechter ausgerüstet und folgen den Panzern in Gewaltmärschen. In voller Ausrüstung legen die Soldaten an manchen Tagen 50 km und mehr auf meist schlechten Straßen zurück. Gefechts-, Versorgungs- und Transportfahrzeuge mit Gummireifen und Kugellagerachsen brechen auseinander, Pferde verenden vor Erschöpfung im Geschirr der Fuhrwerke. Bei Regen versinken die Truppen im Matsch der unbefestigten Wege. Eine ständige Gefahr für die deutschen Soldaten sind sowjetische Partisanen, die aus gut getarnten Verstecken die vorrückenden Marschkolonnen angreifen.

"Fall Barbarossa"

Behelfsbrücke der Wehrmacht über einen der zahlreichen Flüsse im Gebiet um Smolensk.

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Chronik Jahresband 1941
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