Lexikon
Cicero
[
ˈtsitsəro:
]Cicero, Marcus Tullius
Marcus Tullius Cicero
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Nach einem Studienaufenthalt in Athen und auf Rhodos 79–77 v. Chr. bereitete er als Anwalt seine politische Laufbahn vor (75 v. Chr. Quaestor, 69 v. Chr. Aedil, 66 v. Chr. Praetor). Als Konsul unterdrückte er 63 v. Chr. die Verschwörung des Catilina und ließ dessen Anhänger hinrichten.
Seit 60 v. Chr. politisch in den Hintergrund gedrängt, musste Cicero 58 v. Chr. auf Grund eines Gesetzes des P. Clodius Pulcher Rom verlassen. Er wurde jedoch 57 v. Chr. unter hohen Ehren zurückgerufen. 51/50 v. Chr. war er Statthalter in Kilikien.
Angesichts des Kampfes zwischen Pompeius und Cäsar stellte er sich schließlich auf Pompeius’ Seite. Nach Cäsars Sieg bei Pharsalos wurde Cicero von ihm schonend behandelt. Die Ermordung Cäsars 44 v. Chr. belebte Ciceros Hoffnung auf ein Wiedererstehen der Republik. Er wandte sich deshalb in scharfen Reden gegen Antonius (Philippicae), der daraufhin die Proskription (Ächtung) Ciceros erreichte und ihn ermorden ließ.
Als Schriftsteller schuf Cicero eine römische Kunstprosa, die für spätere Jahrhunderte bewundertes Vorbild wurde. In seinen wissenschaftlichen Werken vermittelte er den Römern das Gedankengut griechischer Rhetorik und Philosophie. Seine umfangreiche Briefsammlung gibt ein eingehendes Bild seines persönlichen Lebens und der Ereignisse seiner Zeit.
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