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Das Spiel als Grenzüberschreitung

Ein Vertrag, ein Lächeln, danach lange nichts. Und plötzlich bricht sie herein. Die Gewalt, die Gefahr, die Bedrohung für Leib und Leben. Van Orton hat sein Leben nicht mehr im Griff. Ausgerechnet er, der Mann der Macht und des Geldes, der Kontrollfreak hat sich eingelassen auf ein tödliches Spiel. Zum Glück war alles nur ein Film: Van Orton wird gespielt von Michael Douglas; und nach 128 Minuten ist 'The Game' (USA, 1997) von Regisseur David Fincher vorbei.

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Durchlässige Grenzen

Als ob. Das ist die vielleicht kürzeste Formel, auf die sich das Phänomen Spiel reduzieren lässt. Die beste ist sie freilich nicht, denn sie blendet eine ganze Reihe von Aspekten aus. Bis heute gibt es keine allgemeingültige Definition für das Spiel - zu vielfältig sind die Möglichkeiten der Annäherung, zu vielschichtig sein Wesen. Eine der meistzitierten Definitionen stammt von Johan Huizinga. Für den Autor von 'Homo Ludens' (1938) ist Spiel "eine Handlung, die innerhalb gewisser Grenzen von Zeit, Raum und Sinn verläuft, in einer sichtbaren Ordnung, nach freiwillig angenommenen Regeln, außerhalb der Sphäre materieller Nützlichkeit oder Notwendigkeit. Die Stimmung des Spiels ist Entrücktheit und Begeisterung, und zwar entweder eine heilige oder eine lediglich festliche, je nachdem das Spiel Weihe oder Belustigung ist. Die Handlung wird von Gefühlen der Erhebung und Spannung begleitet und führt Fröhlichkeit und Entspannung mit sich." An anderer Stelle schreibt Huizinga: "Das Spiel bindet und löst." Man kann also jederzeit aussteigen. Und wieder zurückkehren. Weil die Grenze zwischen Spiel und Realität durchlässig ist.

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Katja Schmid
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