wissen.de Artikel

Lehrer/in an beruflichen Schulen

Vermittlung von berufsspezifischem Wissen

Aufgaben und Tätigkeiten

Der Lehrer an beruflichen Schulen ist Vermittler zwischen Bildung und Wirtschaft bzw. Industrie. Er unterrichtet seine Schüler in berufsspezischen Fächern, die sie parallel zur betrieblichen Ausbildung benötigen. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Vermittlung didaktisch aufbereiteten Unterrichtsmaterials in der von ihm gewählten Fächerkombination, z.B. Englisch und Rechnungswesen. Er beurteilt die Leistungen seiner Schüler, führt Korrekturen aus, gibt Noten, verfasst Gutachten und Beurteilungen und führt Lehrnachweise und Schülerlisten.

Arbeitsfelder und Arbeitsmarktchancen

Die Lehrer arbeiten an Berufsschulen. Daneben erschließen sich ihnen auch Tätigkeitsfelder außerhalb des Schulbereiches. Sie können didaktische Entwicklungs- und Beratungsaufgaben in den Bereichen Ausbildungsmethoden oder Ausbildungsmedien wahrnehmen. Als Referenten für die Berufsausbildung und als Ausbildungsberater können Berufsschullehrer bei Wirtschaftsverbänden, Kammern oder ähnlichen Organisationen tätig werden. Arbeitsplätze stehen auch in der freien Wirtschaft und an den Hochschulen zur Verfügung. Die Arbeitsmarktchancen sind sehr gut, Berufsschullehrer sind gesucht.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Durch Lehrgänge oder Seminare können sich Lehrer didaktisch und fachlich fortbilden. Ihnen stehen die Karrierepfade zum Betreuungslehrer sowie zum Seminar- oder Fachleiter offen. Ein weiterführendes Studium oder eine Promotion können anschließen.

Ähnliche Berufsbilder und Synonyme

Ähnliche Berufsbilder sind die Lehrer an sämtlichen anderen Schularten, Nachhilfelehrer oder Kursleiter und Dozenten an Volkshochschulen und anderen Bildungseinrichtungen.

Voraussetzungen und Fähigkeiten

Zugangsvoraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife. An einigen Hochschulen bestehen Zulassungsbeschränkungen. Empfehlenswert ist der Abschluss einer einschlägigen Berufsausbildung in der angestrebten beruflichen Fachrichtung. Ersatzweise muss in der Regel ein mehrmonatiges Betriebspraktikum absolviert werden.

Ausbildung

Das Studium für das Lehramt an beruflichen Schulen findet an Hochschulen, an Universitäten oder Gesamthochschulen statt. Da Kultur und Bildung unter die Hoheit der Länder fallen, ist die Ausbildung nicht bundeseinheitlich geregelt. Die Regelstudiendauer beträgt durchschnittlich neun Semester. Nach der Prüfung absolvieren die Lehramtsanwärter ein 18- bis 24monatiges Referendariat an verschiedenen Schulen.

Das könnte Sie auch interessieren