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Der Arbeitszeugnis-Code

Fünf Fragen an Arbeitsrechtler Lars Kohnen

Je besser das Arbeitszeugnis, desto höher die Chance auf den nächsten Job. Und weil das so ist, hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass ein Zeugnis einerseits wahr sein muss und andererseits die Karriere des Arbeitnehmers nicht ungerechtfertigt erschweren darf. Ein Arbeitszeugnis sagt aber häufig mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Manchmal sagt es auch absichtlich zu wenig. Welche Formulierungen gehören in jedes Arbeitszeugnis? Was bedeuten sie wirklich? Den Arbeitszeugnis-Code geknackt hat für uns der Hamburger Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Lars Kohnen.

wissen.de: Welche Arten von Arbeitszeugnissen gibt es überhaupt?

Lars Kohnen: Grundsätzlich wird bezüglich des Inhalts unterschieden zwischen einfachen und qualifizierten Arbeitszeugnissen. Hinsichtlich des

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Rechtsanwalt Lars Kohnen

Rechtsanwalt Kohnen beantwortet für wissen.de juristische Alltagsfragen.

Ausstellungszeitpunktes unterscheidet man zwischen dem Zwischenzeugnis und dem Beendigungszeugnis. Das Zwischenzeugnis bekommt man während des laufenden Arbeitsverhältnisses zum Beispiel wegen einer Beförderung. Das Beendigungszeugnis erhält man dagegen am Ende eines Arbeitsverhältnisses. Ein einfaches Arbeitszeugnis enthält nur die durchgeführten Aufgaben und die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses. Das qualifizierte Arbeitszeugnis enthält weitere Angaben: Arbeitgeber- und Arbeitnehmerdaten, Tätigkeitsbeschreibung, Leistungsbeurteilung, Verhaltensbewertung und Gesamtbewertung. Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis. Dieser Anspruch sollte unbedingt sofort nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses geltend gemacht werden.

 

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von wissen.de-Autorin Susanne Böllert, April 2013
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