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Der Jaguar – Gejagter Jäger Brasiliens

Pantanal, das größte Feuchtgebiet der Welt: Im Dreiländereck zwischen Brasilien, Paraguay und Bolivien liegt sie, die Heimat des Jaguars. Wirtschaftlich hat die Region immer mehr an Bedeutung gewonnen. Vor allen Dingen Rinderweiden sind es, die das Pantanal nach und nach einnehmen. Allzu verlockend sind die Rinderherden als Beute für den Jaguar und allzu groß ist der befürchtete wirtschaftliche Schaden dadurch für die Rinderzüchter. So ist der Jaguar heute auf zwei sehr unterschiedlichen Listen zu finden: Der Abschussliste brasilianischer Cowboys und der Roten Liste gefährdeter Tierarten des Washingtoner Artenschutzabkommens.

“Der mit einem Schlag tötet“

Jaguar
Stolze Raubkatze Südamerikas: Panthera onca, der Jaguar.

Geschmeidig und elegant pirscht er in der Abenddämmerung durch sein Revier, ringförmige Flecken auf dem goldgelb glänzenden Fell. Bei jedem Schritt erheben sich majestätisch die Schulterknochen und betonen seinen kräftigen Körperbau. Deutlich zeichnen sich die Muskeln seiner Beinen ab: Panthera onca, der Jaguar, ist auf Beutezug.

Nicht seine Schnelligkeit ist es, die ihn zu einem besonders gefährlichen Jäger macht. Seine effektivste Waffe ist das vor Kraft strotzende Gebiss. Während andere Großkatzen ihre Beute ersticken oder per Genickbruch töten, erledigt der Jaguar das mit einem einzigen gezielten Biss. Meist kurz hinter dem Ohr treibt er einen Eckzahn durch den Schädelknochen seiner Beute. Dabei hat er doppelt soviel Bisskraft wie ein Löwe und wartet so mit dem zweitstärksten Gebiss aller an Land lebenden Raubtiere auf. “Der mit einem Schlag tötet“. Mit diesem Beinamen des Jaguars brachten es die Ureinwohner Brasiliens auf den Punkt.

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