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Die Reform der Reform

Findet die endlose Debatte am 1. August dieses Jahres nun ein Ende?

Sehen die Schüler an den deutschen Schulen nun endlich Licht am Ende des Rechtschreib-Labyrinths? Verschwinden nun die nie enden wollenden Verwirrungen, die so manchen von uns zum Verzweifeln brachten? Nun, zumindest hat es den Anschein. Alle Fragen zur Zeichensetzung und co scheinen gelöst zu sein.

Der niemals enden wollende Streit um die Rechtschreibreform wurde beendet. Heute, am 1. August des Jahres 2007, ist die Reform der Reform erfolgreich durchgesetzt. Im Jahr 2004 war es, dass nach endlosen Auseinandersetzungen um die Rechtschreibreform aus dem Jahre 1996 sich ein so genannter „Rat für deutsche Rechtschreibung“ gründete und einige Regeln änderte.
Ünermüdlich zerbrachen sich die darin befindendlichen Experten immer wieder die Köpfe und erklärten die damalige „neue“ Rechtschreibreform für ungültig. Es war an der Zeit, das neue Regelwerk ein weiteres Mal zu erneuern, was denn auch am 1. August 2006 geschah.

Die Übergangszeit – auf 12 Monate festgelegt – ist nun vorbei. Die neue Rechtschreibreform tritt offiziell am 1. August 2007 in Kraft. Schmissen die Schüler in den Schulen die alte und neue Rechtschreibung skrupellos durcheinander, so müssen sie sich nun von der alten Reform verabschieden und die neue willkommen heißen, auch wenn das manchen Schülern noch ziemlich schwer fällt. Die offizielle neue Rechtschreibreform wird nun mit in die Notengebung einfließen.

Die Änderungen sind den meisten aber immer noch unbekannt. Nun werden wir nicht mehr Pleite gehen sondern pleitegehen, indem wir uns Lehrbücher kaufen, uns die Neureglung zu eigen machen und nicht zu Eigen machen, denn die Regeln zur Schreibung von adjektivischen Dubletten (z.B. freund sein), von festen Verbindungen aus Adjektiv und Substantiv wurden geändert.
Wer hätte es nicht geahnt: Wie jede Regel, hat auch diese Ausnahmen: In vielen Fällen der Groß- und Kleinschreibung, der Zeichensetzung, der Zusammenschreibung und der Worttrennung ist die alte Schreibweise doch noch zugelassen oder erst gar nicht geändert. So wird wohl auch der schlauste Kopf immer wieder mal nachschauen müssen und die Schüler, die an die alte Rechtschreibung gewöhnt sind, das Licht am Ende des Labyrinths leider schwer erblicken.

Da werden mir viele wohl oder übel doch recht/Recht geben.

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von Meltem Cimen, Wiesbaden
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