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Fonds: breite Streuung - geringeres Risiko

Sie ist die Alternative zur Direktanlage in Aktien und sie bietet selbst bei geringem Investment meist gute Renditechancen: die Geldanlage in Fonds. Die Kapitalanlagegesellschaften bieten sie in einer Vielzahl von Varianten an. Was aber verbirgt sich hinter dem trendigen Begriff? Was machen Fondsmanager? Und wer hilft bei der Suche nach chancenreichen Fonds?

von Michael Fischer, wissen.de

Was ist ein Fonds?
Ein Fonds oder Investmentfonds besteht immer aus einer Vielzahl verschiedener Wertpapiere oder manchmal auch Immobilien. Verwaltet wird der Fonds von einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG), verwahrt von einer unabhängigen Depotbank. Durch die Anteile an mehreren Geschäften streut sich das Risiko und ein hoher Verlust ist - anders als bei Aktien - nahezu ausgeschlossen. Maximal fünf und in Ausnahmefällen zehn Prozent des Fondsvermögens darf die Kapitalanlagegesellschaft in Wertpapiere ein und desselben Titels investieren. Jede Fondsgesellschaft muss in einem jährlichen Rechenschaftsbericht über die Fondsentwicklung ebenso Auskunft geben wie über die Aufwände und Erträge bzw. eine eventuelle Ausschüttung.

Welche Fondsarten gibt es?
Jede Kapitalanlagegesellschaft setzt sich bestimmte Anlageziele und trifft Kauf- und Verkaufsentscheidungen in Bezug auf die Auswahl der Wertpapiere. Mehrere Tausend in- und ausländische Fonds werden in Deutschland angeboten. Die bekanntesten Arten von ihnen sind:

  • Aktienfonds
  • Rentenfonds
  • Gemischte Fonds
  • Altersvorsorge-Sondervermögen-Fonds (AS-Fonds)
  • Immobilienfonds
  • Branchenfonds
  • Dachfonds
  • Derrivatefonds
  • Ethische- und Ökofonds
  • Hedge-Fonds
  • Indexfonds
  • Geldmarktfonds

Ganz gleich, ob sich der Anleger für spekulativere Aktien oder Immobilienfonds oder für sicherere Renten oder Geldmarktfonds entscheidet: die Fondsmanager der Kapitalanlagegesellschaft kümmern sich täglich um bestmögliche Anlagen.

Was ist ein Fondsmanager?
Die Fondsmanager der Kapitalanlagegesellschaften entwickeln die Anlagestrategien. Sie beobachten die Märkte, wählen geeignete Titel aus, kontrollieren und schichten die Anteile bei Bedarf um. Sie sind außerdem per Gesetz verpflichtet, immer dafür zu sorgen, dass die Anteile der Kunden jederzeit zurückgenommen werden und der Fondsanteil zum aktuellen Kurs in bar ausgezahlt werden kann.

Welche Nebenkosten fallen beim Fondsgeschäft an?
Wer in Fonds investiert, sollte nicht nur an die Erträge denken, sondern sich auch über die Nebenkosten im Klaren sein. Für jedes Investment in Fonds ist ein Ausgabeaufschlag zu zahlen, der bei zwischen ein und sieben Prozent des aktuellen Verkaufspreises liegt. Mit etwa 0,5 bis 2 Prozent wird das Fondmanagement bezahlt. Außerdem sind für die Verwahrung der Fonds auf einem Bankdepot jährliche Depotpreise fällig.

Wer hilft bei der Suche nach chancenreichen Fonds?
Wer sich für möglichst renditeträchtige Fonds interessiert, sollte nicht nur die Angebote bei verschiedenen Banken vergleichen, sondern auch die Bewertungen von Rating-Agenturen berücksichtigen. Ob Morning Star und Lippert, Feri Trust oder Standard & Poors: Sie alle lassen in ihre Bewertungen Renditedaten, Qualifikation und Verhaltensweise des Fondsmanagements einfließen und ermöglichen eine Orientierung im weiten Feld der Investmentfonds.

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