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Kunststoffe haben den Sport auf vielen Ebenen revolutioniert

Im Sportbereich werden Kunststoffe unter anderem in Bodenbelägen, beim Stadionbau, bei der Sicherheitsausrüstung sowie bei der Herstellung von Kleidung und Schuhen verwendet. Ohne die Hightech-Werkstoffe wären die neuen Bestmarken und Weltrekorde etwa bei den Olympischen Spielen nicht machbar und einige Sportangebote würden ohne den Einsatz von Kunststoffen nicht existieren. Einige Anwendungsgebiete nachfolgend und zudem auf dieser Webseite zu finden:

Der vielfältige Einsatz Kunststoff im Bereich Sport

Kunststoffmaterialien kommen heute in nahezu allen Ballspielarten zum Einsatz. Im Fußball beispielsweise ist der Ball dank der Verarbeitung von Polymeren stetig weiterentwickelt worden und hat dazu beigetragen, dass das Spiel schneller und technisch anspruchsvoller geworden ist. Ein neues Konzept für die Ballherstellung, das sogenannte thermische Verkleben, gewährleistet für jeden Ball eines bestimmten Modells die gleiche Konsistenz und Leistung. Diese Technologie wurde unter anderem bei der Weltmeisterschaft 2006 eingesetzt und wird seitdem ständig weiterentwickelt.

Einsatz von Kunstsoffen im Tennis

Im Tennis verwenden die Sportartikelhersteller Kunststoffe bei der Herstellung von Tennisschlägern, die gleichzeitig leicht und robust sein müssen. Weitere Anforderung an die Sportgeräte ist eine optimale Absorptionsfähigkeit, um die Vibration beim Aufprall des Balles zu verringern. Bei einigen Schlägermodellen werden die mittleren Längssaiten durch einen speziellen Kunststoffkern gestützt, der von einem Kunststoffverbundstoff umgeben ist.

Beim Wassersport hat der Einsatz von Kunststoff die sportlichen Wettkämpfe auf eine neue Ebene gehoben.

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Verwendung von Kunststoffen auf dem Wasser

Beim Wassersport hat der Einsatz von Kunststoff die sportlichen Wettkämpfe auf eine neue Ebene gehoben. Bei Segelyachten bestehen Deck, Hülle, Aufbau und Mast aus sogenannten Verbundstoffen, dabei handelt es sich vor allem um mit Carbonfasern und Glasfasern verstärkte Kunststof-fe. Diese Verbundstoffe sind so konzipiert, dass mithilfe von ihnen glatte Hüllen hergestellt werden, die leicht und gleichzeitig sehr robust sind. In modernen Yachten sind innovative Kunststoffverbundstoffe eingebaut, die für eine höhere Flexibilität und Leistung sorgen und dadurch den Yachtrennen eine neue Dynamik verleihen.

Seit über 15 Jahren unterstützt die deutsche Kunststoffindustrie den Leistungssport. Zum soge-nannten „Team Kunststoff“ gehören derzeit die Nationalmannschaft der Rennsport- und Slalomka-nuten, die Ruderteams, Paralympics-Leichtathleten wie Wojtek Czyz sowie das Team der Optisegler.

Verwendung im Sportstättenbau

Nicht nur die Herstellung von Utensilien im Sport ist von Kunststoffen geprägt. Auch beim Sportstättenbau wird der Werkstoff wirkungsvoll eingesetzt, etwa bei der Bestuhlung in Stadien. Bei der Herstellung dieser Sitzschalen werden Polyamide verwendet, wodurch diese ein Gewicht von bis zu 600 Kilogramm aushalten können, zudem sind die Sitze wetterbeständig. Bei der Herstellung von Kunstrasen haben sich Polymere wie Polypropylen bewährt, die in Verbindung mit eine Kautschukmaterial für einen weichen Untergrund sorgen, eine gute Bespielbarkeit, die Verletzungsge-fahr verringern und den Sportbetrieb übers gesamte Jahr bei jeder Wetterlage ermöglichen.

Kunststoffe in der Produktion von Sportbekleidung

Sicherheit und Komfort spielen bei der Herstellung von Sportbekleidung eine wesentliche Rolle und müssen dabei keine Gegensätze bilden. Sowohl Spitzen- als auch Breitensportler tragen heutzutage Sportbekleidung, die verschiedene Aufgaben erfüllt und dem Träger hilft, sich optimal an die äußere Umgebung anzupassen. Funktionelle Sportkleidung schützt vor Kälte, Wasser, Sonneneinstrahlung, Überhitzung, Hautbeschädigungen, Insekten und Schmutz.

Grundsätzlich gilt für moderne Sportbekleidung eine elementare Anforderung: Wärmend in der Kälte, kühlend in der Hitze. Moderne Sportbekleidung aus Kunstfasern kann die oben genannten Aufgaben erfüllen, indem beispielsweise der Schweiß nicht aufgesaugt, sondern nach außen abgegeben wird. Die Verdunstung findet somit in den Kleidungsschichten und nicht auf der Hautoberfläche statt. Funktionelle Sportkleidung trägt ebenfalls dazu bei, Reibung am Körper ein Stück weit zu verringern, völlig vermeiden lässt sich diese oft jedoch nicht.

Kunststoffe in der Produktion von (Sport)Schuhen

Kunststoffe sind auch für die Schuhproduktion unersetzlich, die Polymere haben auch den Sport-schuh sowie den Sport in vielfacher Hinsicht revolutioniert Ein guter Sportschuh sorgt für Halt und Standfestigkeit, wichtig ist hierbei unter anderem ein guter Grip auch auf nassem oder rutschigem Untergrund. Bei Laufschuhen kommt die Silica-Technologie zum Einsatz, die für festen Halt sorgt. Zudem ist die richtige Dämpfung der Schuhe ein wichtiger Aspekt bei der Herstellung. Als Puffer zwischen Fuß und Untergrund sorgen Kunststoffe und bestimmte Kautschuke dafür, dass die Gelenke bei der sportlichen Belastung geschont werden.

Auch aus der Schuhmode sind Kunststoffe nicht mehr wegzudenken.

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Beispiel für die Erfolgsgeschichte eines Sportschuhs – die Sneakers

Basketball ist ein Beispiel für eine Sportart, bei der die Gelenke stark beansprucht werden. Ein Schuhmodell, das entwickelt worden ist und sich bis heute zur Aufgabe gemacht hat, die Gelenke beim Sport zu schützen und gleichzeitig für einen hohen Komfort zu sorgen, sind Sneakers. Diese Schuhe haben ihren Ursprung in der Basketballszene, sie haben sich über die Jahrzehnte zu einem Kultobjekt entwickelt. Eine ausführliche Geschichte der Sneakers ist an dieser Stelle nachzulesen. Beliebte Werbeträger von Herstellern wie Adidas, Reebok, Converse oder Nike sind bekannte Sportler und berühmte Musiker, vor allem aus der amerikanischen Hip Hop-Szene.

Der amerikanische Sportartikelhersteller Nike hat mit dem „Nike Airforce One“ Anfang der 1990er-Jahre ein Modell auf den Markt gebracht, das sich bis zum heutigen Tag großer Beliebtheit erfreut. Konsumenten verbinden mit Sneakers größtenteils positive Assoziationen wie Bequemlichkeit, Komfort sowie individuelles und ansprechendes Design. Um die Vermarktung der Schuhe ist eine Markenidentität (Corporate Identity) mit einem unverwechselbaren Firmenlogo – etwa der Stern im Kreis bei Converse Chuck Taylor - entstanden.

Sneakers sind wie andere Sportartikel zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor aufgestiegen, da sie neben den Trägern aus dem Sport- und Musikgeschäft auch aus dem normalen Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Sneakers können und werden im Büro, z.B. am Casual Friday, angezogen, das Tragen der Schuhe zu extravaganten Outfits ist ebenfalls längst salonfähig. Sneakers haben sich weltweit in allen Bevölkerungsschichten etabliert, ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht.

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