Lexikon

Krebse

Krebstiere; Krustentiere; Crustacea; Diantennata; Branchiata
Krebse: Bauplan
Krebse: Bauplan
Klasse der Gliederfüßer mit etwa 43 000 bekannten Arten, deren Größe zwischen 0,02 und 60 cm liegt. Krebse sind ursprünglich Meeresbewohner, die aber auch das Süßwasser und mit einigen Vertretern sogar das Land erobert haben. Sie sind gekennzeichnet durch 2 Paar Antennen, Kiemenatmung und Spaltfüße, die aber vielfach abgewandelt sein können, z. B. zu Scheren, Schreit-, Blatt- oder Springbeinen. Der Körper ist in Kopf (Cephalon), Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen) gegliedert. Bei vielen Krebsen verschmelzen aber auch mehrere Brustsegmente mit dem Kopf zu einem einheitlichen Kopfbruststück (Cephalothorax). Bei den Zehnfußkrebsen ist dies so weit gegangen, dass nur noch Cephalothorax und Abdomen (Pleon) erhalten geblieben sind. Eine am Hinterrand des Kopfes gebildete Hautfalte aus Chitin (Carapax), die oft durch Kalkeinlagerungen verstärkt wird, kann den Körper wie eine Schale ganz oder teilweise umschließen oder auch wieder rückgebildet sein. 3 Paar Mundgliedmaßen dienen der Nahrungsaufnahme. Auch die vorderen Extremitäten des Brustabschnitts können diese Aufgabe mit übernehmen und werden dann als Kieferfüße oder Maxillipeden bezeichnet. Krebse verfügen über hoch entwickelte Sinnesorgane in Form von paarigen, oft auf Stielen stehenden Komplexaugen sowie auf den Antennen angeordneten Tasthaaren und -borsten und Chemorezeptoren zur Geruchs- und Geschmackswahrnehmung. Schweresinnesorgane (Statocysten) dienen dem Gleichgewichtssinn.
Die Entwicklung der Krebse aus dem Ei erstreckt sich über mehrere Larvenstadien bis hin zum erwachsenen Tier. Als typische Larvenformen treten auf: Nauplius, Metanauplius, Copepodit, Cypris-Larve, Zoea. Mehrere dieser Formen können nacheinander durchlaufen werden. Eine Reihe von Krebsen treibt Brutpflege. Das Wachstum ist stets mit einer Häutung verbunden.
Zu den Krebsen gehören Kiemenfußkrebse, Blattfußkrebse, Muschelkrebse, Ruderfußkrebse, Fischläuse, Rankenfußkrebse, sowie die Höheren Krebse (Malacostraca), die mit etwa 20 000 Arten die größte Unterklasse bilden. Kopf-Brust-Abschnitt (8 Segmente) und Hinterleib (6, selten 7 Segmente) sind stets gut voneinander unterschieden; die Segmentzahl ist konstant. Die Körperform ist meist schlank, garnelenartig; sie haben
Gliedertiere: Bauplan
Gliedertiere: Bauplan
Der Flusskrebs (Astacus astacus) ist ein Vertreter der vielgestaltigen Gliedertiere, zu denen Spinnentiere, Krebse, Tausendfüßler und Insekten gehören.
8 Thoraxbeinpaare, deren letzte 2 Glieder oft eine Schere bilden. In ihrer Entwicklung tritt häufig eine Zoea-Larve auf, die in keiner der übrigen Krebsklassen vorkommt. Zu den Höheren Krebsen zählen u. a. die Fangschreckenkrebse, Leuchtkrebse, Scherenasseln, Asseln, Flohkrebse und die Zehnfußkrebse, von denen viele wirtschaftliche Bedeutung haben und zu den größten lebenden Krebsarten gehören.
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