Lexikon
Arsẹn
[
das; griechisch
]chemisches Element, Zeichen As, Ordnungszahl 33, Atommasse 74,92, sublimiert bei 613 °C, Dichte 5,73; natürliches Arsen besteht aus nur einem stabilen Isotop 75As, die übrigen Isotope sind radioaktiv (Halbwertzeiten zwischen 8 s und 80,3 Tagen); stahlgraues, glänzendes, sprödes Halbmetall, das in zwei weiteren instabilen Modifikationen (gelbes und amorphes Arsen) vorkommt; ist meist in Mineralien gebunden, kommt manchmal auch gediegen vor.
Verbindungen
Arsenide leiten sich vom Arsenwasserstoff, AsH3, bei Ersatz von Wasserstoff durch Metall ab (z. B. Zinkarsenid, Zn3 As2); Arsenate (z. B. Natriumarsenat, Na3AsO4) sind die Salze der Arsensäure. Arsenwasserstoff ist ein sehr giftiges Gas; beim Durchleiten durch ein erhitztes Rohr schlägt sich an den kälteren Stellen des Rohrs elementares Arsen nieder (Marsh’sche Probe, Arsenspiegel). Die organischen Derivate des Arsenwasserstoffs sind die Arsine. Arsentrioxid (Arsenik, As2O3) ist ein starkes Gift; seine wässrige Lösung ist die arsenige Säure (H3AsO3), deren Natriumsalze früher der Pflanzenschädlingsbekämpfung dienten. Von den Arsensulfiden (Schwefelarsen) wird Realgar (As4S4), das durch Zusammenschmelzen von Arsen und Schwefel entsteht, als Rotglas zur Enthaarung von Fellen verwandt; Arsentrisulfid (As2S3) ist die Malerfarbe Königsgelb (Operment); Arsenpentalsulfid (As2S5) ist wie Arsentrisulfid eine gelbe Verbindung, die zur analytischen Bestimmung von Arsen verwandt wird.
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