Lexikon
Bremer Schauspielhaus
1824 gegründetes Stadttheater. Seinen bes. Ruf erwarb sich das Schauspielhaus in den 1960er Jahren, als der Intendant u. Regisseur K. Hübner (1962–1973) in Zusammenarbeit mit dem Regisseur P. Zadek u. dem Bühnenbildner W. Minks den „Bremer Stil“ entwickelte, der eine Absage an das vorherrschende dekorative Bühnenbild war, durch welches Personen u. Handlung symbolhaft überhöht wurden. Für die Inszenierungen von Hübner u. Zadek entwarf Minks fast leere, hell erleuchtete Räume mit wenigen bildhaften Elementen. Der kahle Bühnenraum ermöglichte die Konzentration auf die Schauspieler, deren Bewegungen, Gesten u. Aktionen zu einem dem Text gegenüber gleichberechtigten Ausdrucksmittel wurden. Am B. S. konnte R. W. Fassbinder seine am Münchner antiteater entwickelten Inszenierungen 1969 erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorstellen.
Wissenschaft
Einsteins Spuk
In der mysteriösen Quantenwelt scheinen sich Orte und Entfernungen aufzulösen – und damit vielleicht sogar die ganze im Alltagsleben vertraute Wirklichkeit. von RÜDIGER VAAS Gleich am Anfang des ersten Kapitels seiner Einstein-Biografie „Raffiniert ist der Herrgott …“ erinnert sich Abraham Pais an einen Spaziergang im US-...
Wissenschaft
Paradoxe Genome
Paradoxon. Ursprünglich entstammt der Begriff dem spätlateinischen Adjektiv „paradoxus“, das damals „unerwartet, überraschend“ meinte. Dass der Begriff des Paradoxons auch in den Naturwissenschaften gern verwendet wird, dürfte kaum verwundern. Schließlich widersprechen dort immer wieder mal neue Resultate ziemlich unerwartet den...