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Geschichte-Algerien

Seit wann ist das Land besiedelt?

Das heutige Algerien war bereits zur Altsteinzeit besiedelt. Als die Phönizier um 1100 v. Chr. Handelsplätze anlegten, stießen sie auf die Zivilisation der Berber. Der phönizische Einfluss blieb auf die Küstenregion beschränkt. Später dominierte das Reich der Karthager, bevor es an die Römer fiel.

429–534 gehörte die Küste zum Wandalenreich, danach für mehr als ein Jahrhundert zu Byzanz. Während des 7. und 11. Jh. drangen in zwei großen Invasionswellen arabisch-muslimische Eroberer in den maghrebinischen Raum ein. Vom 11.–13. Jh. gehörte Algerien zum Reich der Almoraviden und Almohaden, bevor es 1519 an das Osmanische Reich fiel.

1830 besetzten französische Truppen Algier, 1847 wurde ganz Algerien französisch. Den erwachenden algerischen Nationalismus unterdrückte Frankreich. 1954 begann der Aufstand der »Nationalen Befreiungsfront« (FLN) gegen die Kolonialmacht. Im Jahr 1962 konnte die unabhängige Republik ausgerufen werden; Ahmed Ben Bella (* 1916) wurde zunächst Ministerpräsident, dann Staatschef. 1 Mio. Europäer verließen das Land. 1965 wurde Ben Bella gestürzt. Algerien verschrieb sich einem islamisch geprägten Sozialismus.

Nach dem Wahlsieg der Islamischen Heilsfront trat der Staatschef Bendjedid Chadli 1992 zurück. Ein Oberster Staatsrat übernahm zunächst die Macht und verbot die Heilsfront. Es kam zum bürgerkriegsähnlichen Konflikt mit den Islamisten, der rd. 100 000 Tote forderte. Abdelaziz Bouteflika (seit 1999 Präsident, 2004 wiedergewählt) bemühte sich um eine Politik der Aussöhnung.

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