Lexikon

Chanson de Roland

[
ʃãˈsɔ̃ də roˈlã
]
Rolandslied
zwischen 1100 und 1125 entstandenes, 4002 Verse umfassendes altfranzösisches Heldenepos; Originaltext nicht erhalten, nur mehrere Handschriften, von denen die älteste und beste die in anglonormannischer Mundart ist; für die epische Dichtung der Folgezeit einflussreichste unter den Chansons de geste; schildert die Vernichtung der Nachhut des fränkischen Heeres durch die Sarazenen (eigentlich Basken) im Engpass von Roncesvalles und die Rache Karls des Großen. Im Mittelpunkt steht der heldenmütige Kampf und Untergang des Markgrafen Roland, des Paladins Karls des Großen. Die Chanson de Roland wurde 1135 durch Konrad den Pfaffen ins Mittelhochdeutsche übertragen; Boiardo und Ariosto legten sie ihren Epen „Orlando innamorato“ und „Orlando furioso“ zugrunde.
Humanoide Figur mit Froskopf, trägt Anzug und Aktentasche, steht auf grauem Hintergrund, Text:
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