Lexikon
Engel
Erich, deutscher Regisseur, * 14. 2. 1891 Hamburg, † 10.
5. 1966 Berlin; ab 1924 an Berliner Bühnen tätig, bekannt geworden
mit Brecht-Inszenierungen (u. a. Uraufführung „Die Dreigroschenoper“
1928); ab 1930 verstärkt als Filmregisseur tätig, drehte hauptsächlich
Komödien; Filme: „Der Maulkorb“ 1938; „Affäre Blum“ 1948; „Der
fröhliche Weinberg“ 1952.
Engel, Erich
Erich Engel
© wissenmedia
- Deutscher Titel: Affäre Blum
- Original-Titel: AFFÄRE BLUM
- Land: Deutschland
- Jahr: 1948
- Regie: Erich Engel
- Drehbuch: Robert A. Stemmle
- Kamera: Friedl Behn-Grund, K. Plintzer
- Schauspieler: Hans Christian Blech, Gisela Trowe, Arno Paulsen, Kurt Ehrhardt, Karin Evans
Anhand eines authentischen Falles aus der Zeit der Weimarer Republik, entlarvt der von Bert Brechts Mitarbeiter Erich Engel gedrehte DEFA-Film die schon in der Justiz der 20er Jahre angelegten ideologischen Voraussetzungen für den Erfolg des Nationalsozialismus: Untersuchungsrichter und Kriminalkommissar sind sich schnell einig, wer für die Ermordung des Buchhalters der großen Magdeburger Firma verantwortlich ist. Sie sehen in dem jüdischen Besitzer Blum den Täter, selbst als andere Indizien auf einen Herrn Gabler hinweisen. Da Gabler aber denselben rechtskonservativen Kreisen angehört wie sie selbst, ist er für sie von vornherein entlastet. Ein von höheren Instanzen auf den Fall angesetzter Berliner Kriminalkommissar deckt schließlich mit Hilfe der Geliebten Gablers das reaktionäre Komplott gegen Blum auf, aber auch er kann nicht verhindern, dass die Magdeburger Beamten ungeschoren davonkommen.
Wissenschaft
Land unter an den Küsten
In Küstennähe werden Millionen von Menschen ihr Zuhause verlieren. Von den Folgen des steigenden Meeresspiegels und zunehmenden Sturmfluten bleibt auch die deutsche Küste nicht verschont. Von CHRISTIAN JUNG Der Klimawandel treibt den Meeresspiegel immer schneller in die Höhe. Sowohl die thermische Ausdehnung des Wassers als auch...
Wissenschaft
Die Musik der Sphären
Harmonice mundi“ – Fünf Bücher über die Harmonik der Welt hat Johannes Kepler im frühen 17. Jahrhundert verfasst und dabei vor allem geometrische Formen im Auge gehabt. Der Astronom gewann darüber hinaus die Überzeugung, dass die Planeten bei ihrer Umkreisung der Sonne Töne erzeugen, deren Klang er nach dem Vorbild des Pythagoras...