Lexikon
Ẹpik
[griechisch]
Erzählperspektiven
Das Geschehen kann aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden. Beim Erzähler, der mit dem Autor nicht identisch sein muss, handelt es sich um eine fiktive Figur, die als Vermittler zwischen Autor und dem Geschehen steht, der den Abstand zwischen Ereignissen und dem Zuhörer bzw. Leser überbrückt und dem Autor verschiedene Erzählweisen ermöglicht. Die Literaturwissenschaft unterscheidet drei Erzählperspektiven: 1. Die auktoriale Erzählsituation, die durch einen in der dritten Person erscheinenden Er-Erzähler bestimmt wird. Dieser steht über dem Geschehen, ist allwissend (d. h. kennt die inneren und äußeren Anschauungen aller Figuren) und kann kommentierend oder vorausgreifend in die Handlung eingreifen. Bedeutende Vertreter dieser Erzählperspektive sind Jean Paul, H. Fielding oder T. Mann. 2. Der Ich-Erzähler ist selbst am dargestellten Geschehen beteiligt, oft ist er die Hauptperson. Seine Perspektive ist demzufolge eingeschränkt, da er nur auf eigenes Erlebtes oder Beobachtetes zurückgreifen kann. Ausgestaltet wird diese Perspektive vor allem im klassischen Bildungs-, Schelmen- oder Briefroman (G. Keller, H. J. C. Grimmelshausen, S. Richardson) aber auch im modernen Roman (M. Proust, M. Frisch). 3. In der personalen Erzählsituation erschließt der Erzähler die Handlung durch die Augen einer Figur selbst. Dem Leser wird das Geschehen subjektiv vorgeführt, erlebte Rede und innerer Monolog sind die wichtigsten Ausdrucksmittel dieser Erzählhaltung. Besonders Autoren der klassischen Moderne bedienten sich häufig dieser Erzählperspektive (H. James, V. Woolf, J. Joyce).
- Einleitung
- Vielfalt der epische Formen
- Handlung und Erzählverhalten
- Erzählperspektiven
Wissenschaft
Frühkindlichen Erinnerungen auf der Spur
An die ersten rund drei Jahre unseres Lebens können wir uns üblicherweise nicht mehr erinnern. Doch was sorgt für diese sogenannte kindliche Amnesie? Kodiert unser Gehirn erst später episodische Erinnerungen, oder können wir die Erinnerungen aus unserer frühesten Kindheit nur nicht mehr abrufen? Hirnscans bei 26 Säuglingen und...
Wissenschaft
Lockdowns ließen Gehirne von Jugendlichen schneller reifen
Die Lockdowns während der Corona-Pandemie haben unser aller Zusammenleben stark beeinflusst. Von den Kontaktbeschränkungen mit am meisten betroffen waren Kinder und Jugendliche, was sich häufig in psychischen Folgen zeigte. Nun legen Gehirnscans nahe, dass die Lockdowns auch die Gehirnentwicklung von Teenagern verändert haben....
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Datenschutz mit Quantenschlüssel
Gefrierender Schneematsch verletzt Eisbär-Pfoten
Sauberer Stahl
Tierische Ärzte
1001 Wege zum Glück
Wird KI zur Gefahr?