Lexikon

Erosin

Geographie
i. w. S. „Abtragung“, i. e. S. nur die linienhafte Abtragung oder fluviatile Erosion. durch fließendes Wasser (Gerinne, Bäche, Flüsse). Die im Wasser mitgeführten Bestandteile wie Sand, Geröll und Blöcke wirken als so genannte Erosionswaffen abschleifend auf Sohle und Wände des Flussbetts. Das Ausmaß der Erosion ist abhängig von Wasserführung, Schutttransport, dem Gefälle des Flusses und von der Widerständigkeit des Gesteinsuntergrundes. Es wird zwischen Seitenerosion, die auf das Unterschneiden der Talhänge gerichtet ist, und Tiefenerosion unterschieden. Letztere ist abhängig vom fluviatilen Längsprofil, d. h. von der Lage der lokalen und absoluten (Meeresboden) Erosionsbasis und deren Entfernung zum Gewässer (Basisdistanz, Reliefenergie). Die Tiefenerosion bewirkt den Ausgleich des Flusslängsprofils durch Rückverlegung der Gefällsstufen. Bei starkem Gefälle findet eine kräftige Tiefenerosion statt, die flussaufwärts schreitet (rückschreitende Erosion) und zu Anzapfung führen kann. Sehr schnelle, tiefe Erosion führt zu Störungen des Wasserhaushalts und zur Bodenerosion.
Magellan, Sonde, Venus
Wissenschaft

Venus immer noch feurig

Neue Auswertungen alter Radardaten legen nahe: Auf unserer Nachbarwelt quoll noch vor drei Jahrzehnten Lava aus Vulkanen heraus. Die Venus könnte sogar aktiver sein als die Erde. von THORSTEN DAMBECK Anders als der Mars ist die Venus dauerhaft in eine dicke Schicht aus Wolken gehüllt. Jahrhundertelang konnte deshalb kein Fernrohr...

Oligodendrozyt
Wissenschaft

Wie Stützzellen im Gehirn Alzheimer fördern

Bei der Alzheimer-Demenz lagern sich im Gehirn Plaques aus fehlgefalteten Amyloid-Beta-Proteinen ab. Eine Studie zeigt nun, dass das schädliche Protein nicht nur von Nervenzellen produziert wird, sondern auch von sogenannten Oligodendrozyten, die zum Stützgewebe im Gehirn gehören. In Versuchen mit Mäusen genügte eine selektive...

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