Lexikon
Fahne
Geschichte
ein an einer Stange fest angebrachtes ein- oder mehrfarbiges Tuch, oft mit Wappen oder Sinnbildern versehen; galt beim Militär als zur Treue verpflichtendes Symbol. Fahnen waren als Feldzeichen schon im Altertum und Mittelalter in Gebrauch; sie waren auch Anwesenheitszeichen und Symbol der Herrscher; Sammelpunkt in der Schlacht; der Fähnrich haftete mit seinem Leben für sie. Der Verlust der Fahne bedeutete für die Truppe Entehrung. Ehrenbezeigungen wurden der Fahne wie Vorgesetzten erwiesen.
Im 1. Weltkrieg wurden Fahnen noch mit ins Feld genommen. Die deutsche Reichswehr hatte keine Fahnen, erst 1936 wurden sie wieder bei allen Truppenteilen eingeführt. Seit 1965 haben die Bataillone und Geschwader der Bundeswehr wieder eine Truppenfahne.
Eine weiße Fahne zeigt die Bereitwilligkeit zur Unterhandlung oder zur Kapitulation an; die Genfer Fahne (rotes Kreuz im weißen Feld) ist das Zeichen des Roten Kreuzes. Eine schwarze Fahne macht Munitionstransporte kenntlich. Die rote Fahne ist das Symbol der politischen Linken. Der Islam führt eine grüne Fahne. Flagge.
China: Kulturrevolution
Kulturrevolution
Parade der Roten Garde durch die Straßen von Peking.
© Corbis/Bettmann/UPI
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