Lexikon

Flick

Flick, Friedrich
Friedrich Flick
Friedrich, deutscher Industrieller, * 10. 7. 1883 Ernsdorf, Kreis Siegen, † 20. 7. 1972 Konstanz; baute vor dem 2. Weltkrieg einen Montankonzern auf, in dessen Mittelpunkt die Friedrich Flick KG, Düsseldorf, stand. Er wurde 1947 von einem US-amerikanischen Militärgericht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt, 1950 vorzeitig entlassen. Durch den 2. Weltkrieg und seine Folgen verlor Flick 75% seines Vermögens und musste seine Kohlebeteiligungen auf Anordnung der Alliierten verkaufen. Es gelang Flick jedoch, einen neuen Konzern aufzubauen, dessen Schwergewicht auf dem Gebiet der verarbeitenden Industrie lag, zusammengefasst in der Friedrich Flick Industrieverwaltung KGaA. Ende 1985 wurde der Konzern durch den Sohn Friedrich Karl Flick für 2,71 Mrd. Euro (5,36 Mrd. DM) an die Deutsche Bank veräußert. Zur Gruppe gehörten Feldmühle AG, Dynamit Nobel AG, Buderus AG, Beteiligungen an der Daimler-Benz AG, Gerling-Konzern, Grace & Co., United States Filter Corporation.
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