Lexikon
Freie
bei den Germanen Stammesangehörige mit persönlicher und politischer Freiheit sowie einem höheren Wergeld als die Minderfreien und Knechte. Die Freien bildeten die Volksversammlung, das Thing, und waren die tragende Schicht.
Im Mittelalter unterschied der Sachsenspiegel als Freie: Edle (Adlige), Schöffenbarfreie (Edelfreie mit einem Grundbesitz von mindestens etwa 100 ha, an dem das Schöffenamt hing), Pfleghafte, Biergelden (Freibauern mit Eigengut, die den „Grafenschatz“ zahlten, d. h. Heer- oder Dingsteuer bzw. Rodezins) und Landsassen (Pächter oder Zinsbauern ohne eigenen Besitz). – Erst die Aufhebung der Leibeigenschaft im 18./19. Jahrhundert machte alle Bauern frei. – Die Ministerialen hatten im Spätmittelalter den Makel der Unfreiheit verloren und waren freie Herren geworden; in den Städten hatte sich ein freies Bürgertum gebildet.
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News der Woche 17.10.2025
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Gefühlte Zeit
Wie Gehirn und Körper unser Zeitempfinden hervorbringen. Von Tobias Hürter Eine halbe Stunde in der S-Bahn, müde und hungrig nach der Arbeit: eine gefühlte Ewigkeit. Eine halbe Stunde in der S-Bahn, ausgeschlafen und mit einer spannenden Lektüre in der Hand: Die Zeit rast. Nur nicht die Haltestelle verpassen. Das Zeitgefühl ist...