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Gtik

Malerei

Ritter (14. Jahrhundert)
Ritter (14. Jahrhundert)
Heinrich II. von Frauenberg im ritterlichen Zweikampf, Manessische Liederhandschrift Heidelberg, Universitätsbibliothek.
Das kleine private Format war in der Malerei der Spätgotik besonders ausgeprägt und fand in der Buchmalerei ein ideales Betätigungsfeld. Der von der Pariser Schule ausgehende Stil war seit Mitte des 13. Jahrhunderts international maßgebend und brachte insbesondere bei den Stundenbüchern Meisterwerke hervor. Die Wandmalerei hingegen hatte geringere Bedeutung. Die Glasmalerei war extrem kostbar und entwickelte sich von strenger Ordnung in Registern in vorherrschendem Rot und Blau (Chartres) zur noch teureren Klarglasverglasung, wobei eine Reduktion der Bleistege zwischen den einzelnen Scheiben angestrebt wurde. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts fand die Malerei im Tafelbild (Tafelmalerei) eine neue Form, die im Norden zusammen mit der Ölfarbe die malerische Entwicklung vorantrieb. Insbesondere die Niederlande sollten mit ihrer Nachahmung der optisch wahrnehmbaren Oberfläche einen eigenen Weg in die Renaissance einschlagen. In Italien blieb das Wandgemälde neben der Tafelmalerei bestehen. Die Grafik sorgte mit neuen Techniken in der Spätgotik (Kupferstich) für eine bis dato einzigartige Bilderflut, die zur Ausbreitung der Stile und der direkten Bildvorbilder in noch unbekanntem Maße führte.
  1. Einleitung
  2. Beginn auf der Île-de-France
  3. Europäische Gotik
  4. Plastik
  5. Malerei

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