Lexikon
Grammạtik
[
griechisch
]im engeren Sinne die Lehre von der Wortbildung und -flexion (Morphologie) sowie von der Verwendung der Wörter im Satz (Syntax); im weiteren Sinne ergänzt durch die Lautlehre (Phonetik und Phonologie). Das Muster für grammatische Beschreibung war bis ins 20. Jahrhundert das griechisch-lateinische grammatische Kategoriensystem. Erst heute wird, ausgehend hauptsächlich von den USA (Strukturalismus), in der Wissenschaft ein der jeweiligen Sprache angemessenes grammatisches Beschreibungssystem gesucht.
Die historische Grammatik (meist als Phonetik und Morphologie) untersucht die Veränderungen einer Sprache im Lauf der Zeit. Die Transformationsgrammatik untersucht die Möglichkeiten der Transformation mit den Regeln der Grammatik. Die generative (Erzeugungs-)Grammatik versucht festzustellen, nach welchen Regeln Sätze gebildet werden. Die Konstituentengrammatik analysiert die Texte einer Sprache daraufhin, in welche mittelbaren und unmittelbaren kleineren Einheiten (Konstituenten) die Sätze und Wörter zerlegt werden können. Die Dependenz- oder Abhängigkeitsgrammatik stellt das Verb und dessen Valenz in den Mittelpunkt der Sprachbeschreibung.
Wissenschaft
Zweierlei Maß
Vom griechischen Philosophen Protagoras stammt der Satz „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“. Was er damit meinte: Alle Dinge in der Welt sind immer nur so, wie sie dem Menschen erscheinen. Oder anders ausgedrückt: Der Mensch kann nicht heraus aus seiner Haut – und stellt sich daher stets selbst ins Zentrum seiner Bewertungen....
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Auf der Suche nach einer zweiten Erde gelten Planeten bei Roten Zwergen als aussichtsreich. Doch wie lebensfreundlich sind sie wirklich? von FRANZISKA KONITZER Gliese 887 macht einen ruhigen, unspektakulären Eindruck – und genau deshalb interessiert sich Sandra Jeffers brennend für den Stern. Die Astronomin von der Universität...