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LEXIKON

Harze

Resina
Gemische aus organischen Stoffen mit glasartig-amorphen oder festflüssigen Eigenschaften. Harze sind Absonderungen des pflanzlichen Stoffwechsels, die vor allem bei Nadelhölzern in interzellulären Kanälen (Harzkanälen) ausgeschieden werden und bei natürlichen oder künstlichen Verletzungen austreten. Falls die Harze nach dem Austritt flüssig bleiben, bezeichnet man sie als Balsam; sofern sie durch Verdunsten der ätherischen Öle und durch Oxidation an der Luft erhärten, werden sie Hartharze (Harze im engeren Sinne) genannt. Letztere sind von amorpher oder kristalliner Struktur, fest, glasklar oder gefärbt (Farbharze). Der Duft der Harze wird durch ätherische Öle bewirkt. Harze bestehen aus Harzsäuren (z. B. Abietinsäure), Harzalkoholen, Harzestern und Kohlenwasserstoffen, mit ätherischen Ölen gemischt (z. B. Terpentinöl). Die Hauptmenge an Harzen wird durch künstliche Verletzung von Nadelbäumen (Kiefern, Fichten, Lärchen) gewonnen. Sie liefern den Rohstoff für die Gewinnung von Kolophonium und Terpentinöl. Wichtige Anwendungsgebiete: für Öllacke, Firnisse, Linoleum, Kleb- und Bindemittel, in der Papierindustrie und in der Medizin. Wichtige Harzarten sind: Kolophonium, Sandarak (Sandarakzypresse), Mastix, Drachenblut (Drachenbaum), Kanadabalsam; Bernstein, Kopal.
Synthetische Harze Kunststoffe.
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