Lexikon
hellạdische Kultur
bronzezeitliche Kultur des griechischen Festlands; gegliedert in eine frühhelladische (2500–1900 v. Chr.), eine mittelhelladische (1900–1600 v. Chr.) und eine späthelladische (1600–1100 v. Chr.) Periode. In der frühhelladischen Zeit bildete das griechische Festland mit den Kykladen, dem frühminoischen Kreta, Makedonien und Anatolien eine Kultureinheit (ägäische Kultur), getragen von einer einheitlichen nichtindogermanischen Bevölkerung. Die Siedlungen hatten städtischen Charakter. Monumentalbauten in Lerna und Tiryns deuten auf das Bestehen von Herrensitzen. Neben Kupfer und Bronze verwandte man noch Stein (u. a. Obsidian) und Knochen; in den Töpfereien überwog die glasierte, Metallglanz imitierende Urfirniskeramik. Am Anfang des 2. Jahrtausends v. Chr. wurden die frühhelladischen Siedlungen von einwandernden Indogermanen (den als Achäer, Ionier bezeichneten Frühgriechen) zerstört. In der folgenden mittelhelladischen Periode bildete sich eine Mischkultur aus traditionell ägäischen und indogermanischen Elementen. Durch Einflüsse von Kreta entstand um 1600 v. Chr. die mykenische Kultur, die der späthelladischen Periode Griechenlands entspricht.
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