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LEXIKON

Helm

Kopfschutz und kriegerischer Kopfschmuck aus Leder oder Metall. Die ersten Helme finden sich bei den Sumerern im 3. Jahrtausend v. Chr. Bei den Griechen und Römern waren sie anfangs aus Fell, dann aus Bronze und Eisen, bei den Ersteren schließlich den ganzen Kopf bedeckend, bei den Letzteren mit beweglichem Visier aus Drahtgeflecht, Nackenschutz und mit Metallschuppen besetzten Backenstützen.
Die Germanen kämpften barhäuptig oder trugen einen Lederhelm, mit Adlerflügeln, Auerochsenhörnern u. Ä. geschmückt. Um 1250 wurde der Topfhelm getragen, oben flach, auf dem Kopf schwebend, der Schlitz für die Augen in der Mitte durch eine senkrecht angebrachte Schiene geschützt. Am Haubert (Brünne) war eine Kapuze in leichter Machart angebracht, die, über den Kopf gezogen, als Helm diente, oder es wurde der Topfhelm über sie gestülpt; nichtritterliche Kämpfer trugen den Eisenhut. Aus dem Topfhelm entstand der Stechhelm, der auf die Schulter aufgesetzt wurde und bald ein Visier, dann vor der Gesichtsöffnung ein Geflecht von kleinen Eisenstäben (Spangen, daher Spangenhelm) erhielt. Als im 17. Jahrhundert die Feuerwaffen den Helm weitgehend unwirksam machten, trat an seine Stelle ein Hut. 1840 wurde in Preußen die Pickelhaube eingeführt, die, in der Form etwas abgewandelt, bis zum 1. Weltkrieg blieb, dann schließlich vom Stahlhelm abgelöst wurde.
Als Schutz für Bergleute, Bauarbeiter, Motorradfahrer, Sportler (Sturzhelm) u. a. gibt es Helme aus Stahl oder festem Kunststoff. Der Tropenhelm ist eine leichte Kopfbedeckung aus Kork oder Filz mit hellem Stoffüberzug zum Schutz gegen tropische Sonne.
In der
Heraldik
ist der Helm neben dem Schild der wichtigste Bestandteil eines Familienwappens. Auf ihm ist die Helmzier angebracht. Die Form des Helmes ist je nach seiner Entstehungszeit verschieden: Topfhelm (13. Jahrhundert), Kübelhelm (14. Jahrhundert), Stechhelm und Spangenhelm (15./16. Jahrhundert).
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