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LEXIKON

Hochwasser

Geographie
durch Regenfälle, Schneeschmelze oder Eisversetzung hervorgerufenes Anschwellen von fließenden Binnengewässern. Hochwasser verlaufen in der Regel in Form einer Welle mit schnellem Anstieg und langsamem Rückgang. Höhe und Verlauf hängen von zahlreichen Einflüssen ab (Ausdehnung und Höhe der Schneedecke, Regendauer, Regenstärke, Temperatur, zeitliches Zusammentreffen der Hochwasser aus mehreren Zubringern u. a.).
Die Hochwasser-Vorhersage, die sich auf Messungen im Einzugsgebiet stützt (Gewässerkunde), dient dem Schutz der Bevölkerung und den Zwecken der Landwirtschaft, Schifffahrt und Wasserkraftnutzung. Aufgrund langjähriger Pegelbeobachtungen sind die Geschwindigkeiten, mit denen die Hochwasserwellen der verschiedenen Höhen fortschreiten, und der Einfluss, den die verschiedenen Wasserführungen der Zubringer ausüben, bekannt. Hieraus lassen sich die Wasserstände in den unterhalb liegenden Gebieten vorhersagen. Hingegen lässt sich nicht vorhersagen, in welchem Jahr ein außergewöhnliches Hochwasser (Katastrophenhochwasser) eintreten wird, auch nicht, wie groß das größtmögliche Hochwasser sein kann.
Zu den Schutzmaßnahmen gehören Eindeichungen und Flussregulierungen. Bei der Festlegung von Deichkronen, Brückenöffnungen, Hochwasserprofilen u. a. wird versucht, Extremwerte einzukalkulieren.
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