Lexikon
Homẹr
HomerosDer Weg der Epen
In der Antike galt Homer als der Dichter schlechthin. Alexandrinische Philologen bemühten sich im 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. um einen kritischen gereinigten Text und teilten die „Ilias“ und die „Odyssee“ in je 24 Bücher ein – eine Gliederung, die heute noch Bestand hat. Der römische Dichter Livius Andronicus übersetzte als erster die „Odyssee“ ins Lateinische. Im Mittelalter geriet Homer fast in Vergessenheit, bis er in der Renaissance durch F. Petrarca und G. Boccaccio wiederentdeckt wurde, die eine Übersetzung der griechischen Werke in lateinische Prosa anregten. Mit den Übersetzungen der beide Epen durch A. Pope ins Englische (1715–1726) und J. H. Voß ins Deutsche (1781 und 1793) wurden die „Ilias“ und die „Odyssee“ endgültig dauerhafter Bestandteil der abendländischen Literatur.
- Einleitung
- Wer war Homer?
- Die „Ilias“ und die „Odyssee“
- Der Weg der Epen
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