Lexikon
Hopfen
HumulusBier
Bier
Hopfen
© wissenmedia/Rita Reiser
Gattung der Hanfgewächse, eine zweihäusige Schlingpflanze; die wichtigste Art ist der Gemeine Hopfen, Humulus lupulus, der den Rohstoff für die Bierbereitung liefert. Die männliche Pflanze bildet grünliche Trugdolden, die weibliche traubenförmig gestellte, zapfenartige Kätzchen (Trolle, Dolde), deren Schuppenblätter die harz- und bitterstoffreichen, goldgelben Drüsen tragen. Der Hopfenbitterstoff (Lupulin) verleiht dem Bier einen würzig-bitteren Geschmack und einen angenehmen Geruch. Außerdem wird die Haltbarkeit der Biere durch ihn erhöht. Hopfenspargel sind die Schößlinge des Hopfens, die wie Spargel verwendet werden. Eine Hopfenanlage (Hopfengarten) bringt erst im 3. Jahr nach dem Setzen der Stammstöcke (Fechser) Ertrag, kann aber in guten Lagen bis 15 Jahre ertragfähig bleiben. Hopfen wird als Kletterstaude an Drähten gezogen, die zwischen starke, 7–8 m lange Stangen gespannt sind. Geerntet werden die Dolden, wenn sie sich hart anfühlen und aromatisch riechen. Bekannte Anbaugebiete sind Bayern (Hallertau), Baden und Böhmen; daneben Amerika und England. Hauptmärkte für Hopfen sind in Deutschland Nürnberg, in der Tschechischen Republik Žatec, in England London und in den USA New York. Hopfen ist seit dem 8. Jahrhundert in Deutschland bekannt.
Hopfen
Gemeiner Hopfen
Gemeiner Hopfen, Humulus lupulus
© Sertürner Arzneimittel GmbH, Gütersloh
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