Lexikon
Indonesien
Gefährdete Natur
Fortdauernde, oft illegale Abholzung und Brandrodung – für Ackerbau, Plantagenwirtschaft sowie zur Brenn- und Nutzholzgewinnung – lassen auch die Restbestände an Regenwäldern immer weniger werden. Mit Ausnahme von Brasilien geht in Indonesien jedes Jahr mehr Regenwald verloren als in irgendeinem anderen Land. Außer Kontrolle geratene Waldbrände und durch sie verursachte schwelende Torfbrände erzeugen in trockenen Jahren eine riesige smogähnliche und gesundheitsschädigende Rauchwolke (Haze), die sich über Indonesien, Malaysia und Singapur ausbreitet. Indonesien ist dadurch weltweit der drittgrößte Emittent von Treibhausgasen geworden.
Auch die einst reiche Tierwelt ist stark dezimiert worden; viele Arten sind ausgestorben, bedroht oder nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden, etwa Tiger, Elefanten, Panther und Krokodile. Streng geschützt in ihrer Heimat Borneo und Sumatra sind die Orang-Utans. In Reservaten leben die letzten Panzernashörner Javas. Als ein letzter Überlebender prähistorischer Zeit gilt der nur auf Komodo lebende, bis 3 m lange Riesenwaran.
Wissenschaft
Ein unvergängliches Erbe
Kunststoffe, Mikroelektronik und chemische Zusatzstoffe haben die Herstellung vieler nützlicher neuer Produkte ermöglicht. Doch nun stellt der Umgang mit ihren langlebigen Überbleibseln eine enorme Herausforderung dar. Von Carolin Sage Ende 2020 veröffentlichte ein israelisches Forschungsteam eine Studie, die für große...
Wissenschaft
Heute Übeltäter, morgen Held
Wenn die Welt ohne Erdgas und andere fossile Rohstoffe auskommen will, braucht sie neue Kohlenstoff-Quellen, darunter das Treibhausgas CO2.
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