Lexikon
Indonesien
Gefährdete Demokratisierung
1999 wurde der Muslimführer Abdurrahman Wahid zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Er wurde bereits 2001 (u. a. wegen des Vorwurfs der Korruption) seines Amtes enthoben. Zu seiner Nachfolgerin wurde die bisherige Vizepräsidentin Sukarnoputri, eine Tochter Sukarnos, bestimmt.
Ethnisch-separatistische Konflikte insbesondere auf den Molukken sowie in Aceh und Papua überschatteten den Demokratisierungsprozess genauso wie das Erstarken des islamischen Extremismus. Aceh und Papua erhielten 2002 Sonderautonomie. 2002 wurde auch Osttimor endgültig unabhängig. Die ersten direkten Präsidentschaftswahlen 2004 gewann der frühere General Susilo Bambang Yudhoyono. 2005 konnte mit der Freiheitsbewegung auf Aceh ein Friedensabkommen geschlossen werden. Bei den Wahlen 2009 wurde Präsident Yudhoyono im Amt bestätigt.
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