Lexikon

Indonesien

Landschaftsvielfalt

Indonesien vereint die unterschiedlichsten Landschaftstypen der Erde: fruchtbares Schwemmland entlang der Flüsse auf Sumatra, Reisfelder und Reisterrassen auf Java bzw. Bali, savannenähnliche Trockengebiete auf Timor, tropische Regenwälder auf Borneo, schneebedeckte Berge in Papua, Palmenstrände auf Bali und im gesamten Archipel Vulkane, die an die Entstehungsgeschichte der Inselwelt erinnern.
Der Vulkanismus hat sehr fruchtbare, an mineralischen Substanzen reiche, vulkanische Böden entstehen lassen, die vor allem auf Java und Bali für hohe Erträge im Reisanbau sorgen. Auf Sumatra, Borneo und im Westen Neuguineas gibt es sinkstoffreiche Flüsse, die fruchtbares Schwemmland aufgeschüttet haben. An ihren Mündungen und Unterläufen sowie an den flachen Küsten wachsen Sumpfwälder und Mangroven; vielfach wurden auch Kautschukplantagen angelegt. Auf den trockeneren Kleinen Sundainseln überwiegen lichte Monsunwälder, die in Savannen übergehen. Tropische Regenwälder, in denen die Mehrzahl der über 40 000 in Indonesien heimischen Pflanzenarten zu finden ist und die früher weite Teile der Inselwelt bedeckt haben, sind heute fast nur noch in Papua, auf Sumatra und Borneo zu finden.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Vulkanismus, Erdbeben, Tsunamis
    2. Landschaftsvielfalt
    3. Gefährdete Natur
    4. Feuchtheißes Tropenklima
  3. Bevölkerung
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Tropische Landwirtschaft
    2. Bergbau, Industrie, Tourismus
    3. Ungleiche Verkehrserschließung
  7. Geschichte
    1. Erste Reichsbildungen und Kolonialherrschaft
    2. Unabhängigkeit und Suharto-Regime
    3. Gefährdete Demokratisierung

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