Lexikon
Indonesien
Unabhängigkeit und Suharto-Regime
Am 17. 8. 1945 proklamierte der Nationalistenführer Achmed Sukarno die Indonesische Republik. 1949 gewährten die Niederlande ihr nach vergeblichem militärischen Widerstand die vollständige Unabhängigkeit. 1954 wurde die Union mit der niederländischen Krone aufgelöst. Die Hoheitsrechte für West-Neuguinea erhielt Indonesien 1963.
1965 scheiterte ein kommunistischer Putschversuch; er führte 1966 zur Entmachtung Sukarnos und zum Verbot der indonesischen KP. Anschließenden Kommunistenverfolgungen fielen Hunderttausende zum Opfer. Der neue „starke Mann“, General Suharto, errichtete ein autoritäres Regime, das, gestützt auf die Staatsideologie Pancasila („Fünf Prinzipien“), alle oppositionellen Bestrebungen unterband. 1976 besetzte Indonesien die portugiesische Kolonie Osttimor und erklärte sie zu einem Teil Indonesiens. Der Konflikt mit der Unabhängigkeitsbewegung FRETILIN forderte rund 200 000 Tote. Die Wirtschaftskrise in Südostasien führte 1998 zu politischen und sozialen Konflikten. Nach schweren Unruhen musste Suharto zurücktreten.
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